Hessen

Dürrehilfen kaum angenommen


In Hessen haben viele Landwirte auf die staatliche Unterstützung verzichtet. Der Präsident des hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal, macht sich für eine Ernteversicherung stark.

Hessens Bauern nahmen die Dürrehilfen nicht an. Von 16.000 Betrieben beantragten lediglich 260 Gelder aus dem Hilfsprogramm. Das verkündete der hessische Bauernpräsident Karsten Schmal Medienberichten zufolge bei der Eröffnung der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal. Ein Hauptgrund dafür sei das Antragsverfahren, das zu bürokratisch ist, so Schmal. Darüber hinaus würden viele Auswirkungen der Dürre erst in der darauf folgenden Saison deutlich werden.

So ein Hilfsprogramm brauche man nicht mehr aufzulegen, sagte Schmal. „Da müssen uns intelligentere Lösungen einfallen“. Er forderte eine Möglichkeit, sich gegen wetterbedingte Ernteausfälle versichern zu können. Das wäre jedoch nur über eine Bürgschaft des Landes möglich, sagte Schmal. Es handelt sich um Hessens zweitschlechteste Ernte der letzten zehn Jahre. Hessens Landwirte ernteten mit 1,8 Mio. Tonnen 14,4 Prozent weniger als im Fünf-Jahre-Schnitt.

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