Hessen

Wege zum Öko-Modellland Hessen


Die hessische Agrarministerin Priska Hinz (Grüne) will in der neuen Legislaturperiode Hessen zum Öko-Vorzeigeland umgestalten. Neue Förderprogramme sind auf eine nachhaltige umweltschonende Landwirtschaft ausgerichtet.



In ihrer Rede vor dem Landtag in Wiesbaden stellte Hinz ihre Vorhaben für die neue Legislaturperiode der schwarz-grünen Regierung in Hessen vor. Diese ist seit Januar 2019 im Amt. Um Hessen zu einem Ökomodellland für Deutschland zu machen, kündigt Hinz ein neues Förderprogramm "Vielfältige Ackerkulturen" an. Landwirte, die an dem Programm teilnehmen, erhalten Landesmittel, wenn sie mindestens fünf Kulturen, davon eine Eiweißkomponente, anbauen. Hinz verspricht sich davon eine bessere Pflanzengesundheit und mehr Biodiversität. Das Programm schreibt einen begrenzten Einsatz von Düngemitteln vor, um den Nitratgehalt in Gewässern zu reduzieren. Hinz hält das neue Programm auch für ein wirkungsvolles Instrument, um sich gegen negativen Auswirkungen des Klimawandels wie im Dürrejahr 2018 zu wappnen. Dies sei durch die stärkere Diversifizierung, die mit dem Programm vielfältige Ackerkulturen umgesetzt werden soll, machbar.

Voranbringen will die neue und alte grüne Agrarministerin in Hessen auch den Ökoanbau in Hessen. Ihre Formel lautet: „25 - 25“. Das heißt: 25 Prozent Flächenanteil für Ökoanbau bis 2025“, erläuterte Hinz. Dafür sollen Ökomodellregionen auf ganz Hessen ausgeweitet werden.

Der Hessische Bauernverband (HBV) ist von den Ökoplänen der Ministerin wenig begeistert. Deshalb betont Hinz in ihrer Rede ausdrücklich, dass sie die Zusammenarbeit mit den Verbänden fortführen möchte.

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