Verkleidet wird sich auch gerne wie hier bei der tanzenden BUND Jugend aus Baden-Württemberg.
BUND Jugend
Verkleidet wird sich auch gerne wie hier bei der tanzenden BUND Jugend aus Baden-Württemberg.

Der Termin für die alljährlich am Rande der Internationalen Grünen Woche (IGW) stattfindende Großdemonstration "Wir haben es satt" ist der 19. Januar 2019. Im Fokus steht die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU.

"Steuergelder nur noch für eine zukunftsfähige Lanwirtschaft" lautet die zentrale Forderung des Bündnisses "Wir haben es satt". Bei der EU-Agrareform für die GAP gehe es um die Verteilung von Mitteln in Höhe von rund 60 Mrd. € oder 114 € pro Einwohner der EU, erklärten Vertreter der Organisation vor der Presse in Berlin. Davon flössen etwa 80 Prozent in Form von flächenbezogenen Direktzahlungen an nur 20 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU. Nur ein geringer Teil stehe für konkrete Leistungen in den Bereiche Ökologie und Umweltschutz zur Verfügung. Diese "fatale Subventionspraxis, bei der Milliardenbeträge direkt an industrielle Großbetriebe weitergeleitet" werde, müsse unbedingt gestoppt werden, so die Sprecherin der Initiative, Saskia Richartz.


Für die Kundgebung und Demonstration am Samsatg, 19. Januar 2019, habe die Initiative rund 10.000 Teilnehmer angemeldet, erwartet werden jedoch bis zu 20.000. Derzeit verhandeln die Mitgliesstaaten der EU und das EU-Parlament die nächste Förderperiode für sieben Jahre ab 2021. Dafür müsse gelten: Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen, so die Organisatoren. Die Bauern sollten Geld für für besondere gesellschaftliche Leistungen wie den Schutz des Wassers, den Erhalt fruchtbarer Böden, die Sicherung der Artenvielfalt sowie eine artgerechte Tierhaltung erhalten.   
   

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