Auf der IGW 2019 gab es viele positive Impulse, meint DBV-Präsident Joachim Rukwied.
Foto: J_STRUCK
Auf der IGW 2019 gab es viele positive Impulse, meint DBV-Präsident Joachim Rukwied.

Zum Ende der Internationalen Grünen Woche (IGW) äußert sich der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zufrieden. Mit Vertretern aus Politik sei sehr konstruktiv diskutiert worden.

"Sowohl die Gespräche innerhalb der Branche als auch darüber hinaus haben ein positives Feedback ergeben", so DBV-Präsident Joachim Rukwied auf der Abschlusspressekonferenz des DBV. Sehr gut angenommen worden sei das Informations-und Diskussionsangebot auf dem diesjährigen Erlebnisbauernhof. Es sei zu erwarten, dass auch in diesem Jahr die Zahl der IGW-Besucher auf dem Niveau des Vorjahres bei etwa 400.000 liegen werde.

Erfreulich gewesen sei das große Interesse aus der Politik. Mehr als 70 Agrarminister hätten sich an der Internationalen Agrarministerkonferenz des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) beteiligt. Auch mit hohen Vertretern der EU-Kommission sei konstruktiv diskutiert worden. Für den Fortgang der Verhandlungen über die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU wünsche er sich eine baldige Entscheidung über das Budget und dessen Ausgestaltung, möglichst noch vor den Europawahlen im Mai 2019. Dabei müsse auch klar sein, dass die Federführung für Deutschland in den Verhandlungen beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) liegen müsse, forderte Rukwied. Weiter betonte er, dass der Direktzahlungscharacter erhalten bleiben müsse. Auch in Bezug auf die Ausgestaltung der Umweltmaßnahmen sollte eine EU-einheitliche Linie verfolgt werden. Es könne nicht sein, dass jeder Staat seine eigenen Ziele formuliert, so der DBV-Präsident. Etwas anderes sei die Umsetzung und Finanzierung der Ziele in den jeweiligen Ländern unter dem Aspekt der Subsidiarität. Auch an der Möglichkeit einer Erweiterung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) werde sich der DBV konstruktiv beteiligen. Denkbar sei dabei eine Gestaltung in Form einer dritten Säule auf der nationalen Ebene.  

Als sehr erfreulich bezeichnete Rukwied die starke Präsenz von Repräsentanten der im Bundestag vertretenen Parteien auf der IGW. Mit ihnen seien wichtige Anliegen des DBV wie die Bedeutung der Entwicklung der ländlichen Räume, der Fortschritt der Digitalisierung, aber auch das Bemühen der Landwirtschaft in Fragen der Biodiversität und den Artenschutz intensiv diskutiert worden. Bei alldem stehe jedoch weiterhin die Hauptaufgabe der Landwirtschaft, die Produktion hochwertiger Lebensmittel, im Vordergrund, betonte der DBV-Präsident.

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