Insektenschutz

Biene eint Schulze und Klöckner


Vielleicht liegt es an der Symbolkraft. Oder daran, dass die Biene das Wappentier der Landfrauen ist. Jedenfalls sind sich zwei Ministerinnen, die sich beide für das Land verantwortlich fühlen - einerseits über die Umweltpolitik und andererseits über die Landwirtschaftspolitik, in einer ihrer ersten Amtshandlungen einig: Die Biene ist zu schützen.

Das ist zumindest bemerkenswert, weil sich bis vor kurzem die beiden Ministerien, als sie noch von Christian Schmidt (CSU) und Barbara Hendricks (SPD) geleitet wurden, nicht besonders grün waren.

Bei genauerem Hinsehen stellen sich Unterschiede heraus. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) möchte die Bienen vor Pflanzenschutzmitteln schützen. Das, was Bienen schadet  soll vom Markt genommen werden,  sagte sie in einem FAZ-Interview und zielt damit auf die Neonicotinoide. Bei Glyphosat hingegen verfolgt sie "nur" eine "Reduktionsstrategie".


Die Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will Bienengifte verbieten. Das schließt auch ein Verbot des Herbizids Glyphosat mit ein. „Wir wollen das Mittel nicht mehr“, erklärt Schulze der Wochenzeitung Die Zeit. Im Koalitionsvertrag sei der Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung festgehalten. Schulze plant in den ersten 100 Tagen ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ einzuführen.
Damit setzt sie die Ankündigungen der Bundesregierung um. Die Lebensbedingungen für Insekten sollen verbessert werden, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Mit dem „Aktionsprogramm Insektenschutz“ soll das Insektensterben umfassend bekämpft werden. Es soll schnellstmöglich konzipiert und abgestimmt werden. 

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