Insektenschutz

BMU macht Millionen für den Insektenschutz locker

Die Bundesregierung hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Eckpunkte für das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ beschlossen. Nun startet darüber eine öffentliche Diskussion, ab 2019 müssen sich Landwirte auf konkrete Maßnahmen einstellen.

Als Sofortmaßnahme stellt Schulze 5 Mio. €/Jahr aus dem „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ für den Insektenschutz bereit. "Wir sind uns in der Bundesregierung nun einig, in welchen Bereichen wir handeln werden, um das Insektensterben zu stoppen. Dazu gehört ein grundsätzlich restriktiverer Umgang mit Pestiziden, nicht nur mit Glyphosat. Wir brauchen zudem mehr Vielfalt in der Landschaft: Hecken und blütenreiche Wiesen statt Monokulturen sind überlebenswichtig für Insekten, Vögel und viele andere Tierarten", sagte die Ministerin nach der Kabinettssitzung. Außerdem soll das Aktionsprogramm dazu beitragen, bestehende Wissenslücken über das Insektensterben zu schließen und ein bundesweit einheitliches Insektenmonitoring einzuführen.

Bundesprogramm Insektenschutz
Das Bundesumweltministerium (BMU) ruft dazu auf, im Rahmen des „Bundesprogramms Biologische Vielfalt“ Praxisprojekte zur Förderung von Insekten und ihrer Artenvielfalt einzureichen. Das ist zusätzlich zu dem vom BMU beschlossenen Aktionsprogramm aufgelegt worden. Für diese Projekte werden ebenfalls 5 Mio. €/Jahr bereitgestellt. Über die nächsten sechs bis acht Jahre können so insgesamt 30 bis 40 Mio. € aus dem BMU-Förderprogramm in den Insektenschutz fließen.
Mit dem Aktionsprogramm Insektenschutz sollen Maßnahmen in den vier folgenden Bereichen ergriffen werden: Förderung von Insektenlebensräumen und der Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft, Vernetzung von Insektenlebensräumen in anderen Landschaftsbereichen, Stärkung von Schutzgebieten als Lebensräume für Insekten, Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln sowie Nähr- und Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer.

 

 

 

 

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