Insektenstudie

Krefelder Forscher erhalten mehr Geld


Die Krefelder Insektenforscher können stärker den Ursachen des Insektensterbens nachgehen. Das Bundesumweltministerium erhöht die finanziellen Mittel.

Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld erhält mehr Geld. Ein bereits seit 2016 vom Bundesumweltministerium (BMU) unterstütztes Forschungsvorhaben wird bis 2021 verlängert, ausgeweitet und mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 150.000 Euro versehen. Damit kann Sorg mit seinem Team, so hofft Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die Forschung zum Insektensterben und die Ursachen intensivieren. Bislang hat der Entomologische Verein die Entwicklung der Insekten-Biomasse im Verlauf der Jahrzehnte untersucht. Mit dem vom BMU geförderten Vorhaben soll auch die Anzahl der Arten untersucht werden.

Krefelder Insektenstudie

Die Krefelder Entomologen hatten 2017 mit Ergebnissen einer Langzeitstudie Aufsehen erregt. Sie haben über einen Zeitraum von 27 Jahren die Entwicklung der Insektenbiomasse bestimmt. Zentrale Aussage ist, dass sich der Rückgang statistisch belegen lässt. Er beträgt im Mittel aller Messungen 76 Prozent. Den Schwund bezeichnen die Forscher als „dramatisch“. Die Ergebnisse sind von Wissenschaftlern der niederländischen Radboud University in Nijmegen auf ihre Aussagekraft geprüft worden. Die Veröffentlichung im Herbst 2017 hatte hohe Wellen geschlagen.

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