Internationale Grüne Woche

Bündnis will Ländliche Räume stärken


Das Aktionsbündnis „Leben auf dem Land“ hat ein Kommuniqué für die Ländlichen Räume auf der Grünen Woche vorgestellt. Themen wie Digitalisierung und Fachkräftesicherung stehen im Fokus der Initiative, ebenso wie die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf dem Land.

Hinter dem neu gegründeten Aktionsbündnis stehen das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Deutsche Landkreistag (DLT), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Gemeinsames Ziel sei es, unter dem Motto „regional vernetzt, gemeinsam stark“ die ländlichen Räume zu stärken. 

Bundespräsident eröffnet Zukunftsforum
Auf Einladung Klöckners hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Internationale Grüne Woche in Berlin besucht. Gemeinsam eröffneten sie das 12. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Zukunftsforum zählt zu den wichtigsten nationalen Veranstaltungen der Internationalen Grünen Woche und ist einer der Höhepunkte im Programm. Beim Zukunftsforum kommen mehr als 1.300 Multiplikatoren aus dem Ländlichen Raum zusammen, die alle dazu beitragen wollen, ein Auseinanderdriften von Stadt und Land und der Regionen untereinander zu verhindern.
Dabei gehe es vor allem um grundlegende Themen wie Digitalisierung, Nahversorgung, Fachkräftesicherung, ehrenamtliches Engagement und regionale Wertschöpfung in ländlichen Räumen, so Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Die Partner wollen zusammen mit dem BMEL Unterstützungsmaßnahmen vor Ort ausfindig machen, die in der Regelförderung bisher nicht berücksichtigt werden.

„Der ländliche Raum ist unser Motor, er steckt voller Innovation und Dynamik", sagte Klöckner am Rande des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung auf der Grünen Woche. Vor allem sei der Ländliche Raum Heimat für die Mehrheit der Bevölkerung - 57 Prozent der Deutschen wohnen Klöckners Angaben nach auf dem Land. Diese Menschen bräuchten die passenden Rahmenbedingungen, um nicht abgehängt zu werden.

Den Fortbestand der Betriebe absichern

Dabei gehe es nicht um "Gießkannenpolitik", sondern passgenaue Lösungen. Die Gemeinden und Landkreise seien daher die entscheidenden Akteure, durch die politische Prozesse angestoßen und Maßnahmen umgesetzt werden müssten. Die Kammern und Wirtschaftsverbände sollen den Bedarf und die Initiativen der Unternehmen in den Regionen bündeln. Der Bund setze die Rahmenbedingungen.

„Neben der Projektarbeit gilt es auch, gemeinsam politisch etwas zu erreichen. So brauchen die ländlichen Räume etwa verbesserte Förderinstrumente", so der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager.  „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit muss sein, Nachwuchs und Fachkräfte wieder stärker für die Perspektiven auf dem Land zu begeistern. Das ist entscheidend für den Fortbestand vieler Betriebe", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Dr. Eric Schweitzer. Um die Attraktivität zu steigern seien etwa Investitionen in eine gute Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur notwendig. Außerdem müsste die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt auch in ländlichen Regionen verbessert werden. 

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