Internationaler Milchmarkt

GlobalDairyTrade-Index leicht rückläufig


Die Notierung für Vollmilchpulver konnte sein Niveau halten.
Bild: Pixabay / ulleo
Die Notierung für Vollmilchpulver konnte sein Niveau halten.

Die Kurse für Milchfett und Butteröl stehen unter Druck und verlieren rund zwei Cent. Magermilchpulver gewinnt an Wert, währened Vollmilchpulver stabil den aktuellen Wer hält.

Die Notierungen an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade waren bei der jüngsten Auktion am Dienstag dieser Woche erneut rückläufig, das Minus fiel aber deutlich geringer als in den Vorwochen aus. Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, gab gegenüber dem vorhergehenden Event um 0,4 Prozent nach, meldet aiz.info. Während Butter und Buttermilchpulver spürbar geringer bewertet wurden, verzeichnete Magermilchpulver ein Plus und die Kurse für Vollmilchpulver blieben stabil. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt. Von Januar bis Mitte Mai 2019 hatte der Index kontinuierlich zugelegt, seither tendiert er nach unten. Für den jüngsten Index-Rückgang dürfte das erneut gestiegene Angebot verantwortlich sein.

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) verringerte sich gegenüber dem vorherigen Event um 1,9 Prozent auf 5.433 USD/t. Bei Butter gab die durchschnittliche Notierung um 4,8 Prozent auf 4.339 USD/t nach. Der stärkste Rückgang wurde bei Buttermilchpulver mit -11,9 Prozent auf einen durchschnittlichen Kurs von 2.500 USD/t verzeichnet. Bei Cheddar-Käse sank der Index um 1,5 Prozent auf 3.756 USD/t. Die Preise für Laktose fielen im Mittel um 1,1 Prozent auf 866 USD/t. Auch Kasein wurde mit 7.221 USD/t (-3,9 Prozent) niedriger bewertet.

Ganz anders verlief die Entwicklung im Pulverbereich: Der mittlere Kurs für Magermilchpulver stieg um 3,2 Prozent auf 2.430 USD/t. Der Index für Vollmilchpulver, das Leitprodukt dieser Auktion, blieb mit 2.969 USD/t praktisch unverändert.

Die Analysten führen den leichten Indexrückgang beim jüngsten GDT-Event vor allem auf das weiter gestiegene Angebot zurück. Diesmal wurden Molkereiprodukte im Umfang von 24.711 t verkauft, um 2 Prozent mehr als bei der vorhergehenden Auktion und um 24 Prozent mehr als vor einem Monat. Die Zahl der teilnehmenden Bieter stieg auf 174. Auch das verlangsamte Wirtschaftswachstum in wichtigen Zielmärkten, wie etwa China, könnte "Gegenwind" für die Notierungen bedeuten, so die Marktbeobachter. Als positives Signal wird hingegen der gebremste Anstieg der US-Milchproduktion gewertet - von Januar bis April 2019 wurde nur ein Plus von +0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Australien meldet in der aktuellen Milchsaison (Juli 2018 bis April 2019) bei der Anlieferung ein witterungsbedingtes Minus von 7,3 Prozent und Neuseeland weist für den Zeitraum Juni 2018 bis April 2019 in Summe ein Plus von 2,3 Prozent auf.

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