Internationaler Rapskongress Berlin 2019

Alternativen zu Neonicotinoiden gesucht

Foto: jst

Nach dem Verbot der Neonicotinoide im Rapsanabau in der EU zeigt sich ein Mangel an Optionen im Pflanzenschutz. Ökologisch ausgerichtete Verfahren müssen entwickelt werden, hieß es heute auf dem Internationalen Rapskongress IRC in Berlin.

Das Verbot der Neonicotionoide im Rapsanbau sei nicht das einzige Probleme für die Farmer, sagte Samantha Cook, Pflanzenschutzexpertin am Rotham Forschungsinstitut in Großbritannien heute in Berlin. Denn daneben würden sich zunehmend Resistenzen von Insektenpopulationen gegen verschiedene Wirkstoffe zeigen, die auf die Pflanzen gesprüht werden, beispielsweise Pyrethroide. Daher müssten zunehmend andere präventive Methoden entwickelt werden, so Cook. Dafür notwendig sei ein verbesseretes Verständnis des Auftretens der Insekten sowie der Wirtsbeziehungen. Der Weg zu verbesserten Bio-Kontrollsystemen verspreche eine "gut-schmeckende und farbige Zukunft" für die Suche nach Alternativen zu synthetischen und toxischen Insektiziden. Das Werkzeug eines Intergrierten-Schädlings-Monitorings (IPM) werde dabei helfen, die agronomische und wirtschaftliche Bedeutung dieser wichtigen Pflanzenart mit der umweltbezogenen Nachhaltigkeit zu  verbinden, zeigte sich Cook überzeugt.

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