Die neue Regierung unter der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega kündigen verstärkten Fokus auf nationale Interessen an. Darunter zählt auch, die heimische Agrarwirtschaft zu unterstützen.

Die Populisten und Rechten, die die nächste Regierung in Rom übernehmen werden, fordern etwa eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für agrarische Erzeugnisse. Durch die Förderung der heimischen Erzeugung will Italien unabhängiger von landwirtschaftlichen Importen werden.

Der EU-Binnenmarkt wird im neuen Regierungsprogramm allerdings nicht in Frage gestellt. Dafür belastet Italien den Euro. In ihrem Programm kündigt die Regierung eine Abkehr vom Sparkurs an. Konjunkturprogramme sollen mit neuen Schulden finanziert werden. Das meldete das österreichische Informationsportal aiz.info. Die Obergrenzen der EU für die Staatsverschuldung möchte die neue Regierung nicht mehr so streng beachten. Schließlich fordert Italien eine freundlichere Außenpolitik gegenüber Russland und ein Ende der Sanktionen. Wegen der Sanktionen der EU importiert Russland seit Jahren kaum noch Lebensmittel aus Europa.

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