Jahresabschluss

KWS legt in Deutschland zu

Maissaatgut soll den KWS-Umsatz im laufenden Geschäftsjahr antreiben und Einbußen bei Zuckerrüben ausgleichen. Außerdem sind umfangreiche Investitionen geplant.

Die KWS-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2017/18 (Juli/Juni) mit rund 1,07 Mrd. € einen Umsatz etwa auf Vorjahreshöhe erzielt. Das Unternehmen berichtet jedoch, dass bei konstanten Wechselkursen der Umsatz um 3,7 Prozent gestiegen wäre. Dieses Wachstum hat sich positiv auf den Ertrag ausgewirkt. Obwohl die Kosten gestiegen sind, berichtet KWS von einem operativen Ergebnis (Ebit) von rund 133 Mio. €. Es war leicht höher als im Vorjahr. „Wir haben unser eigenes Ertragsziel übertroffen“, heißt es dazu aus dem KWS-Vorstand. Außerdem kündigt er an, im neuen Geschäftsjahr weiter in Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau des Vertriebs zu investieren.

Höhere Maisumsätze in Europa

Die Segmente entwickelten sich unterschiedlich. Den größten Umsatz trägt Maissaatgut bei, das aber 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr 11 Prozent einbüßte und auf 734 Mio. € zurückging. Knapp die Hälfte des Umsatzrückgangs war währungsbedingt gewesen, relativiert das Unternehmen. Zuwachs verzeichnete die KWS jedoch in Europa.

Der Umsatz mit Zuckerrüben profitierte noch einmal vom vergleichsweise hohen Niveau der Anbauflächen in der EU und in Osteuropa. Der Umsatz stieg leicht auf 455 Mio. €. Von wesentlichen Umsatzzuwächsen berichtet KWS in Deutschland, Frankreich, Nord- und Osteuropa. Dieser Entwicklung standen währungs- und mengenbedingte Umsatzrückgänge in den USA und der Türkei gegenüber.

Raps, Roggen, Weizen bringen Wachstum

Außerdem baute KWS die Umsätze mit Rapssaatgut kräftig aus. Sie sind jetzt dem Segment Getreide zugeordnet, das insgesamt den Umsatz um 38 Prozent auf 151 Mio. € steigerte. Dazu hat auch das Roggensaatgut mit Wachstum um 16 Prozent und Weizensaatgut mit plus 12 Prozent beigetragen.

Aufgrund eines besseren Maissaatgutgeschäfts erwartet der Vorstand für die KWS Gruppe im neuen Geschäftsjahr 2018/19 einen leichten Umsatzanstieg. Dagegen wird es flächenbedingt zu einem rückläufigen Zuckerrübensaatgutgeschäft in der EU kommen.

 

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