Japan

Offene Märkte für Käse und Fleisch

Die EU und Japan klären die verbleibenden Einzelheiten für das vereinbarte Freihandelsabkommen. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betont die Chancen für den europäischen Agrarsektor.

„Die Japaner haben großen Appetit auf Lebensmittel aus der EU“ verkündete Malmström nach dem endgültigen Abschuss des Handelsvertrags. Im Juli hatte man sich vorläufig auf ein Abkommen verständigt. Jetzt ist der Text ausformuliert und soll in rund einem Jahr in Kraft treten. Für Käse seien die Einfuhrzölle in Japan von bisher 30 Prozent auf Null gesenkt worden, berichtete die Handelskommissarin und sieht zukünftig gute Absatzmöglichkeiten für Gouda und andere Käsesorten.  Auch der Marktzugang für Rindfleisch und Schweinefleisch aus der EU sei durch das Abkommen deutlich verbessert worden.

Offen bleibt die Frage des Investorenschutzes. Japan bevorzugt eine private Schiedsgerichtsbarkeit für Investoren im alten Stil, was die EU ablehnt. Aber der Handelsteil des Abkommens wird diesmal vom Investorenschutz abgekoppelt und kann unabhängig davon in Kraft treten.  

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