Frei lesbar: Jubiläum

German Meat für die Welt

Zahlreiche Mitstreiter trugen zum Erfolg der Organisation bei. Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel sagte weiteres BMEL-Engagement bei der Beseitigung von Marktzugangshindernissen zu.
Bild: Beier
Zahlreiche Mitstreiter trugen zum Erfolg der Organisation bei. Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel sagte weiteres BMEL-Engagement bei der Beseitigung von Marktzugangshindernissen zu.

Vor zehn Jahren hat sich die deutsche Exportförderung erfolgreich neu erfunden. Die Verantwortlichen blicken auf eine Organisation zurück, die die Wertschöpfung der Fleischerzeugung erst zufriedenstellend machte.

German Meat, im April 2009 als privatwirtschaftliche Exportförderorganisation für Fleisch und Fleischwaren vom Verband der Fleischwirtschaft (VDF) gegründet, ist auf Erfolgskurs. Das war kein Selbstläufer, denn nach dem Aus für die CMA gab es parallele politische und wirtschaftliche Ansätze, um die gemeinschaftliche Unterstützung der Unternehmen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf den Auslandsmärkten fortsetzen zu können, nachdem millionenstarke Exportförderprogramme aus dem Absatzfonds von jetzt auf gleich nicht mehr zur Verfügung standen.

Mit ihrer Initiative hatte die Fleischwirtschaft als erste Organisation nur wenige Wochen nach dem CMA-vernichtenden Urteil aus Karlsruhe schnell nachhaltige Konsequenzen gezogen. Die gesamte Kette der Fleischerzeugung spiegelt sich heute in der Gesellschafterstruktur der German Meat GmbH wieder. Der Deutsche Bauernverband und der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) waren von Anfang dabei.

Seit sieben Jahren gehört auch die Geflügelwirtschaft mit dem Bundesverband der Geflügelschlachtereien dazu. In den vergangenen zehn Jahren wurden in 39 Ländern Exportförderprojekte umgesetzt – von der Marktöffnung über Messen bis hin zu Geschäftsreisen, darauf verwies Bernd Wirtz, Beiratsvorsitzender von German Meat, anlässlich der Jubiläumsfeier in Berlin.

„Das schafft man nicht alleine, und ohne Staat geht es gar nicht“, betonte Wirtz und verwies auf die Bedeutung einer guten Vernetzung mit Partnerorganisationen im In- und Ausland und die enge Zusammenarbeit mit Verbänden, Botschaften, Außenhandelskammern und nicht zuletzt mit dem Bundesernährungsministerium (BMEL), das mit seinen Veterinären die Marktzugangsbedingungen mit Drittstaaten verhandelt und abschließt. Wirtz‘ besonderer Dank galt dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, der in seiner ihm eigenen diplomatischen Art gerade erst auf der Delegationsreise in China Eindruck gemacht hatte.

Fuchtel bekannte sich in seinem Grußwort uneingeschränkt zum Export und zeigte kein Verständnis für die gesellschaftliche Diskussion in Deutschland, die die Notwendigkeit des Handels der Staaten untereinander in Zweifel zieht. Das enorm hohe Ansehen von Fleisch „made in Germany“ stehe dem gegenüber. In kaum einem anderen Land der Welt seien die Standards gerade in den Bereichen Tierwohl, Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz höher und würden besser kontrolliert. Deutschland stehe damit in einer besonderen Verantwortung.

Diese Position untermauerten aus Unternehmenssicht Andreas Schweiger von Müller Fleisch und Thomas Henseler von Heidemark im Gespräch mit Dr. Heike Harstick, die mit Steffen Reiter die Geschäfte von German Meat führt. Ihrer aller Fazit: Ohne Export gäbe es angesichts deutscher Verbraucherpräferenzen keine optimale Verwertung des Tieres und damit keine zufriedenstellende Wertschöpfung bei der Fleischerzeugung.

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