Julia Klöckner

Sojaimporte schaden der Umwelt


Für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellen die umfangreichen Einfuhren von Eiweißfuttermitteln ein Umweltproblem dar. Sie weist auf die Abholzung des Regenwaldes durch den Anbau von Soja in Südamerika hin.

„Wir möchten nicht mit unseren Importen dazu beitragen, dass Wälder abgeholzt werden“ erklärte Klöckner vor dem EU-Agrarministerrat in Brüssel. Die EU decke lediglich 5 Prozent ihres Eiweißbedarfs durch den heimischen Anbau. Die EU sei zu sehr auf Importe aus Ländern mit niedrigeren Umweltstandards angewiesen, führt die Ministerin aus. Deshalb sollten die negativen Umweltaspekte der Einfuhren von Eiweißfuttermitteln verstärkt in die EU-Eiweißstrategie eingebaut werden.

Im Bericht der EU-Kommission zu den Möglichkeiten des Anbaus von Eiweißpflanzen in der EU sei der Umweltaspekt zu wenig berücksichtigt worden, bemängelte Klöckner. Die Minister wurden im Agrarrat zu geeigneten Instrumenten zur Förderung des Anbaus in der EU gefragt. Vor allem mit entkoppelten Direktzahlungen wollen mehrere EU-Mitgliedstaaten den Anbau von Eiweißpflanzen fördern.

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