Kaliabbau

K+S schließt Werk

Der Kasseler Düngerhersteller K+S will die  Kaliproduktion am Standort Sigmundshall (Wunstorf-Bokeloh, Region Hannover) zum Ende des Jahres 2018 einstellen. 

„Die Entscheidung zur Schließung des Werkes fällt uns mit Blick auf die Belegschaft, die alles getan hat, um ihren Standort erfolgreich zu machen, nicht leicht. Doch allen Beteiligten ist seit langem bekannt, dass die Rohsalzvorräte des Salzstockes von Bokeloh zur Neige gehen; die Rahmenbedingungen für die Gewinnung werden immer anspruchsvoller,“ sagt K+S-Vorstand Dr. Burkhard Lohr. Hinzu komme, dass der gestiegene bergtechnische Aufwand dazu geführt hat, dass die Produktivität des Standortes in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich abgenommen hat. 

Ziel sei es nun, den rund 730 Mitarbeitern des Werkes über das Jahr 2018 hinaus eine klare Perspektive aufzeigen zu können. Dazu gehören auch Verhandlungen mit den Betriebsräten über einen Interessenausgleich und Sozialplan. „Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und werden gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft nach einem guten Weg für alle Beteiligten suchen. Wir wollen wir deshalb neue Arbeitsplätze an anderen Standorten der K+S Gruppe anbieten,“ betont Lohr. Auch vor Ort werden nach der Einstellung der Produktion noch längere Zeit Mitarbeiter gebraucht. 
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