Kampagne 2019

Nordzucker erwartet schwache Ernte


Die Rübenkampagne läuft bei Nordzucker ab Ende September auf vollen Touren.
Bild: Nordzucker
Die Rübenkampagne läuft bei Nordzucker ab Ende September auf vollen Touren.

Am Donnerstag startet der Nordzucker-Konzern die Rübenverarbeitung 2019 im polnischen Werk Chełmża. Die Aussichten sind ähnlich schlecht wie im Vorjahr.

Bis zum 8. Oktober werden alle Werke im Konzern die Verarbeitung aufgenommen haben. Eine vorgelagerte Dicksaftkampagne im Werk Nordstemmen hat bereits am 9. September begonnen. Bis 26. September laufen mit Klein Wanzleben alle Fabriken unter Vollauslastung bis Mitte Januar 2020.

Die Startdaten deutscher Nordzucker-Werke für die Kampagne 2019/20:

  • Clauen 17. September
  • Klein Wanzleben: 26. September
  • Nordstemmen: 13. September
  • Schladen: 14. September (Ökorüben)
  • Uelzen: 19. September

Die Ertragsaussichten bei Zuckerrüben sind in diesem Jahr genauso niedrig wie im Vorjahr, teilt Nordzucker mit. Wie 2018 gab es über die Vegetationsperiode hinweg in einigen Regionen während des Sommers deutlich zu wenig Niederschläge. Besonders betroffen vom ausbleibenden Regen waren weite Teile der Anbauregionen in Deutschland und Polen. Hingegen konnten sich die Zuckerrüben in Dänemark, Schweden, Finnland und der Slowakei gut entwickeln. Dr. Lars Gorissen, Vorsitzender des Vorstands hält den Zuckerrübenanbau attraktiv für die meisten Nordzucker-Lieferanten.

Ausgeweitet wird die Verarbeitung von Ökorüben in Schladen, Kedainiai und Nykøbing. Nordzucker hatte im Vorjahr zusätzliche Verträge mit Anbauern in Deutschland, Dänemark, Schweden und Litauen geschlossen. Einige Lieferanten, die bisher ihre Ökorüben an das Südzucker-Werk Warburg geliefert haben, sind zu Nordzucker gewechselt, da das Werk in NRW nach der Kampagne 2020 dicht macht.

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