Kastenstand

Otte-Kinast: Schweinehalter müssen Politikern Druck machen


Niedersachsens Landwirtschaftsministerin fordert schnelle Entscheidungen für die Zukunft der Schweinehaltung. Die CDU-Politikerin sieht dabei eine Parteifreundin in der Pflicht.

Die Landwirte in Deutschland warten bisher vergeblich auf Lösungen zu den Themen Kastenstand und Kastration. Barbara Otte-Kinast, Landwirtschaftsministerin in Niedersachsen, forderte heute die Schweinehalter auf, den Druck auf die Politik zu erhöhen. Die CDU Politikerin zeigte sich verärgert darüber, dass es im April bei der Agrarministerkonferenz (AMK) nicht gelungen sei, beim Thema Kastenstand eine Lösung zu finden. „Es muss gelingen, das Ping-Pong-Spiel zwischen Bund und Ländern zu beenden“, forderte Otte-Kinast in Vechta als Rednerin bei einer Veranstaltung des Agrar und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF). Otte-Kinast machte deutlich, dass sie sich bei dem Thema ein stärkeres Engagement von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wünscht. Von den Betroffenen forderte sie ein stärkeres Engagement: „Ich wünsche mir mehr Druck aus dem Berufsstand.“ Sie fürchte, dass bei den politisch Verantwortlichen der Eindruck enstehen könnte, dass der Druck noch nicht groß genug ist, wenn „es in der Fläche ruhig bleibt.“

Bei Thema Tierwohllabel sprach sich Otte-Kinast für eine staatliche Kennzeichnung aus, die auch verarbeitete Fleischwaren einschließt. „Wenn der Verbraucher eine Entscheidung treffen soll, muss er bis zur letzten Salamischeibe sehen können, wie die Tiere gehalten wurden“, so die Ministerin.


Beim Umgang mit den Nährstoffüberschüssen setzt Otte-Kinast auf einen besseren Abgleich der vorhandenen Daten, um so Unregelmäßigkeiten aufdecken zu können. Dies sei wichtig, um die Betriebe zu schützen, die nach guter fachlicher Praxis arbeiten. Bei Verstößen sollen die Betriebe zunächst beraten werden. Helfe das nicht, müsse man mit Ordnungswidrigkeitsverfahren „auf die Finger klopfen“.

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