Klimakabinett

Bioenergieverbände fordern CO2-Bepreisung


Das Klimakabinett tritt im Bundeskanzleramt zusammen.
Bild: Pixabay / WolfBlur
Das Klimakabinett tritt im Bundeskanzleramt zusammen.

Am heutigen Mittwoch tagt erstmals das neu eingesetzte Klimakabinett im Bundeskanzleramt. Bioenergieverbände fordern die Besteuerung der Energie neu auszurichten.

Das neue Gremium solle die Chance ergreifen, eine CO2-Bepreisung im Energiesektor zu schaffen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung verschiedener Bioenergieverbände. Ein derartiges Instrument finde sowohl in der Wirtschaft als auch Gesellschaft inzwischen breite Akzeptanz. Es sei geeignet, Anreize für weitere Einsparungen in den Sektoren Strom, Wärme und Kraftstoffe auf marktwirtschaftlichem Wege zu schaffen.

Mit Einsparungen in Höhe von 64,3 Mio. t CO2-Äquivalenten leiste die Bioenergie bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, so die Verbände. So habe ihr Beitrag nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) im Stromsektor 27,1 Mio. t CO2 Äquivalente, im Wärmesektor 30,2 Mio. t und im Kraftstoffsektor 7,0 Mio. t eingespart. Die klimafreundliche Wirkung der Bioenergie als Ersatz für fossile Energieträger müsse noch weiter gestärkt werden. Daher fordern die Bioenergieverbände das Klimakabinett auf, unverzüglich die Einführung einer CO2-Bepreisung auf den Weg zu bringen und die geltende Energiebesteuerung neu auszurichten.   

An der heutigen Sitzung des Klimakabinetts beteiligt sind die Minsterien für Umwelt, Landwirtschaft, Wirtschaft, Inneres und Finanzen sowie die Bundekanzlerin Angela Merkel und ihr Kanzleramtschef. Das Klimakabinett soll die "rechtlich verbindliche Umsetzung des Klimaschutzplanes und der Klimaschutzziele 2030" vorbereiten, hatte Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt.

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