Klimakonferenz

Kohleverstromung im Fokus der Politik


Am Montag begann die 23. Weltklimakonferenz in Bonn. Bis zum 17. November werden rund 25.000 Teilnehmer aus 197 Ländern über Maßnahmen gegen die Folgen des prognostizierten Klimawandels debattieren.

Vor zwei Jahren wurde der erste weltweit geltende Klimavertrag von Paris unterzeichnet. Darin formulierten mehr als 190 Staaten der Vereinten Nationen (UN) ehrgeizige nationale Ziele. Auf der diesjährigen Konferenz sollen nun konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele entwickelt werden. Grundsätzlich haben die Staaten eigene Ziele zur Minderung von Treibhausgasen zugesagt. Im Abstand von jeweils fünf Jahren sollen diese überprüft und die Zusagen immer ehrgeiziger werden.


Für Deutschland zeichnet sich ab, dass die für das Jahr 2020 zugesagten Ziele wohl sicher verfehlt werden. Diese Tatsache belastet auch die laufenden Verhandlungen zur Regierungsbildung aus den Unionsparteien CDU/CSU, FDP und Bündnis90/Die Grünen.

Landwirtschaft "vernetzt betrachten"
Im Fokus der Verhandlungen sowohl auf der Klimakonferenz in Bonn wie auch in den Sondierungsverhandlungen in Berlin steht der Ausstieg aus der Kohleverstromung. Sie gilt als bedeutendste Quelle der Kohlendioxid-Emissionen. Auch die Landwirtschaft zählt zu einer der Ursachen der Klimaerwärmung.  Doch müsse ihre besondere Bedeutung im Zusammenhang mit Klimaschutzfragen "vernetzt betrachtet werden", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zur Eröffnung der Konferenz. Sie könne wesentliche Beiträge zur Erfüllung ehrgeiziger Ziele leisten, betonte er. Doch nach wie vor bestehe ihre Hauptaufgabe in der Bereitstellung von Nahrungsmitteln für eine wachsende Weltbevölkerung. Die Herausforderung bestehe darin, die Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion weiter zu steigern und gleichzeitig den Erhalt der natürlichen Ressourcen zu sichern und das Klima zu schützen, so der Minister.




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