Klimakonferenz

Protestbotschaft nach Kattowitz


Zum Abschluss der Klimakonferenz in Polen regen sich in Deutschland Proteste. Schüler demonstrieren für den Kohleausstieg, Landwirte fordern einen verbindlichen Fahrplan zum Klimaschutz.

Während die Klimakonferenz in Kattowitz zu Ende geht, bestreiken Schüler in vielen Städten den Unterricht. Sie protestieren  gegen die träge verlaufende Konferenz und fordern für die Bundesrepublik Deutschland den sofortigen Kohleausstieg, um klimaschädliche Emissionen zu senken. „Wir möchten nicht in einer Welt leben, in der uns ständig Stürme, Hochwasser oder Dürren drohen“, wird die Neuntklässlerin Ani Ortiz in einer Pressemitteilung des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) zitiert.  

Die Umweltschutz-Organisation BUND unterstützt den Protest der Schüler. „Unsere Kinder und Enkel sind diejenigen, die die Folgen der Klimakrise ausbaden müssen, aber gleichzeitig keine Stimme in den Verhandlungen haben“, so der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in einer Pressemitteilung. Der Schüler-Protest ist inspiriert von der 15-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die, schwer enttäuscht von der Klimapolitik ihrer Regierung, nach dem Sommer nicht mehr zurück zur Schule ging, sondern sich mit einem Protestbanner vor das schwedische Parlament setzte.


Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) äußert sich zu den stockenden Verhandlungen. Er forderte ein Regelbuch zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Es müsse endlich international gültige Regeln für eine vergleichbare Treibhausgasbilanzierung geben. Der Klimaschutz dürfe jedoch die Ernährungssicherung nicht gefährden, fordert der DBV in seinem Positionspapier. Und weiter: Die Energiebesteuerung sollte – für den Verbraucher kostenminimal – sich künftig auf den CO2-Ausstoß beziehen, um klimaschonende erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe über den Markt zu fördern. Der Anteil der in Biogasanlagen vergorenen Gülle solle bei 60 Prozent liegen. 

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