Klimaschutz

Bauernverband hält an Zielen fest

Die Landwirtschaft leistet wesentliche Beiträge zum Klimaschutz, betont Eberhard Hartelt.
Foto: J_Struck
Die Landwirtschaft leistet wesentliche Beiträge zum Klimaschutz, betont Eberhard Hartelt.

Der Deutsche Bauernverband präsentiert eine Zwischenbilanz seiner Klimastrategie. Bis 2030 sollen Treibhausgas-Emissionen um 30 Prozent gegenüber 1990 vermindert werden.

"Die Landwirtschaft ist in besonderem Maße von den Folgen eines Klimawandels betroffen", sagte der Umweltbeauftragte des  DBV, Eberhard Hartelt, heute in Berlin. Anlässlich der Vorstellung seiner heute veröffentlichten "Klimastrategie 2.0" betonte Hartelt, dass die Land- und Forstwirtschaft bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich zum Klimaschutz beigetragen hätten. So seien die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft seit 1990 bis heute um 16 Prozent verringert worden. Dazu beigetragen habe der Einsatz von Bioenergie in den Sektoren Verkehr, Wärme und Energie.  Aber auch die Landwirtschaft selbst sei energieffizienter geworden und unterstütze andere Sektoren beim Klimaschutz, führte er aus.

Doch nach wie vor gelten die vom DBV bereits 2010 formulierten Ziele, die der Landwirtschaft in Deutschland zugeschriebenen Treibhausgasemissionen - darunter hauptsächlich Lachgas und Methan - bis 2025 um 25 und bis 2030 um 30 Prozent bezogen auf 1990 zu vermindern. Dazu müsse die Vermeidung von Kohlendioxid durch den Einsatz der Bioenergie weiter ausgebaut werden. Doch trotz angekündigter Energiewende fehle dafür derzeit der politische Rückenwind, kritisierte Hartelt.

Für die Umsetzung der jetzt vorgelegten und erweiterten Klimastrategie bedürfe es des gemeinsamen Handelns von Politik und Gesellschaft, appellierte der DBV-Umweltbeauftragte. Klimaschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Für Beiträge aus der Landwirtschaft nannte Hartelt insbesondere die Bereiche Fütterung, Düngung und die bessere Verwertung von Gülle in Biogasanlagen.

Für eine angemessene Bewertung ihrer Klimaschutzbeiträge wünsche er sich auch eine stärkere Betrachtung der Leistungen der Landwirtschaft zur Sicherung der Ernährung, so Hartelt. Diese spiele im internationalen Umfeld eine wesentlich größere Rolle als hierzulande. In Deutschland würde die Landwirtschaft häufig aus dem Blickwinkel einer Schuldzuweisung betrachtet, kritisierte er.

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