Klimaschutz

Bayern drängt nach vorn


Bild: Pixabay / CSU-Fraktion

Das Bundesland Bayern verfolgt ehrgeizige Ziele beim Umweltschutz. Mit einer zusätzlichen und aktualisierten gesetzlichen Zielvorgabe zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und einem breit angelegten Zehn-Punkte-Plan will die bayerische Staatsregierung zum Vorreiter beim Klimaschutz werden.

In einem eigenen Klimaschutzgesetz soll festgeschrieben werden, dass die CO2-Emissionen bis 2030 von derzeit sieben auf unter fünf Tonnen pro Kopf und Jahr sinken sollen. Bis 2050 soll der Freistaat dann komplett klimaneutral sein. Bayern wolle Pionier und Vorbild für effizienten Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung sein, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach dem Kabinettsbeschluss am heutigen Dienstag in München.

Söder sprach von einem „großen Schritt für den Klimaschutz in Bayern“. Der Zehn-Punkte-Plan für mehr Klimaschutz enthält nach Worten von Umweltminister Thorsten Glauber von den Freien Wählern (FW) insgesamt 96 konkrete Einzelmaßnahmen. Diese sind zum Teil schon seit längerem bekannt und angekündigt, wurden nun aber zu einem Gesamtpaket zusammengeschnürt. Zu den großen Bereichen zählen etwa der Umbau des Waldes hin zu klimatoleranten Mischwäldern, ein deutlicher Ausbau des Ökolandbaus und auch eine stärkere Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Zudem soll die Energiewende vorangetrieben werden. In den staatlichen Wäldern Bayern sollen etwa 100 neue Windkraftanlagen entstehen. Auch sollen Photovoltaik-Anlagen ausgebaut werden. Die 10-H-Abstandsregel, die den Bau von Windanlagen in der Nähe von Wohnsiedlungen regelt, soll weiterhin bestehen bleiben.

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  1. Michael Schneider
    Erstellt 20. November 2019 14:34 | Permanent-Link

    Viel Wind um wenig Substanz. Bayern fördert die Grastrocknungswerke, die den Mehrwert von Grünland mit fossiler Energie zerstören. Nur weiter so, liebes Bayernland.

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