Klimaschutz

BMEL vernetzt klimafreundliche Forschung


Das Bundeslandwirtschaftsministerium nimmt Geld in die Hand für eine klimafreundliche Landwirtschaft. Forschungsprojekte werden miteinander vernetzt, um später bessere Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

Rund drei Dutzend Forschungsprojekte aus den Bereichen Boden, Pflanzenbau und Tierhaltung plant das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zu vernetzen. Ziel ist, Forschung und Innovation für eine klimafreundliche Landwirtschaft voranzubringen und Handlungsempfehlungen für die Politik abzuleiten. Für die Vernetzung der Projekte investiert das BMEL 1,7 Mio € im Projekt "Klimagrar", das am Donnerstag in Berlin vorgestellt worden ist. Es wird unter der Leitung von Prof. Hubert Wiggering von der Universität Potsdam durchgeführt.

Die Forschungsprojekte werden im Rahmen des BMEL-Förderprogramms "Klimaschutz in der Landwirtschaft und Anpassung der Agrarproduktion an die Folgen der Erderwärmung" finanziell unterstützt. Dafür stellt das BMEL eine Fördersumme von rund 28,5 Mio. € bereit. Erkenntnisse aus diesen Projekten sollen helfen den "Klimaschutzplan 2050" der Bundesregierung, der die Pariser Klimaziele umsetzen soll, zu realisieren. Die internationale Klimaschutz-Vereinbarung sieht vor, den Temperaturanstieg auf 1,5 bis 2 Grad Celsius zu begrenzen.

Erste Fortschritte bis 2030 geplant

Im Klimaschutzplan 2050 sieht die Bundesregierung beispielsweise Maßnahmen vor, die auch die Landwirtschaft betreffen. Weil trockengelegtes Moor große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid freisetzt, will die Bundesregierung gegensteuern. Für betroffene Landwirte hieße dies konkret: Grünland darf nicht mehr umgebrochen werden, weiterer Moorböden nicht mehr umgewandelt. Für bereits "beackerte Böden" gilt: Bis 2030 soll es ausreichend Wissen zu Nutzungsalternativen geben, um der "starken Emission trockengelegter Moorstandorte" entgegenzuwirken, sagt ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Dieser Zeitplan gelte sowohl für die Landwirtschaft als auch den industriellen Torfabbau. Bis zum Jahr 2030 sollen erste Fortschritte erzielt werden.

In diesem Sinne hat sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, eine Moorschutzstrategie zu erarbeiten. Man wolle darüber hinaus prüfen, inwiefern der Anbau von Palidu-Kulturen, sprich Röhrichtpflanzen oder Torfmoosen, die auf wieder vernässten Moorböden gedeihen und daher als klimafreundlich gelten, finanziell unterstützt werden kann.

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