Klimaschutz

Landwirtschaft verringert Ausstoß von schädlichen Emissionen

Der Klimaschutz geht in Deutschland in kleinen Schritten voran. Schwere Fahrzeuge stoßen immer noch zu viel schädliche C02-Gase aus.

In der Landwirtschaft sanken 2016 die Emissionen leicht gegenüber dem Vorjahr auf 65,2 Mio. t C02-Äquivalente, heißt es in einem aktuellen Bericht des Umweltbundesamtes (UBA). Ausschlaggebend für das erfreuliche Ergebnis in der Landwirtschaft, ist ein geringerer Einsatz von Mineraldüngern.
Mit 88 Prozent dominierte auch 2016 Kohlendioxid, C02, die Treibhausgasemissionen – größtenteils aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Die übrigen Emissionen verteilen sich auf Methan (CH4) mit 6 Prozent und Lachgas (N2O) mit 4 Prozent, dominiert durch die Landwirtschaft. Gegenüber 1990 sanken die Emissionen von Kohlendioxid um 24 Prozent, Methan um 54,4 Prozent und Lachgas um 41 Prozent.

2016 wurden in Deutschland insgesamt 909 Mio. t CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind 2,6 Mio. t mehr als 2015 und die zweite Steigerung in Folge. Dies zeigen Berechnungen, die das UBA an die EU gemeldet hat. Die Emissionen des Verkehrs sind erneut angestiegen und liegen mit 167 Mio. t wieder oberhalb der Emissionen des Jahres 1990. Den größten Anteil mit 96 Prozent daran hat der Straßenverkehr

Die größten Kohlendioxid-Minderungen gab es mit 4,6 Mio. t in der Energiewirtschaft, obwohl die Stromexporte gestiegen sind. Weitere Erfolge lasse sich laut Krautzberger mit der Stilllegung von älteren und ineffizienten Braun- und Steinkohlekraftwerken erzielen. Dies sei notwendig, sonste bestehe die Gefahr, dass wir nicht nur unsere Klimaziele für 2020 verpassen, sondern auch zum Ende des nächsten Jahrzehnts erneut in Schwierigkeiten kommen, so die UBA-Präsidentin.


2016 hat Deutschland seine Emissionen nur um 27,3 Prozent gegenüber 1990 senken können; ursprünglich hatte die Bundesregierung für 2020 eine Minderung von 40 Prozent angestrebt, die voraussichtlich deutlich verfehlt wird. Bereits im Sondierungspapier von Union und SPD sind die Verhandlungspartner von diesem Ziel abgewichen.

Die Emissionen aus der Wärmeversorgung von Gebäuden stiegen witterungsbedingt gegenüber 2015 wieder um 3,6 Mio. t, da mehr Energie für das Heizen verwendet wurde. Krautzberger: „Bei den Gebäuden gibt es ein enormes Einsparpotential; sei es durch eine effizientere Wärmedämmung, Heizungssanierungen oder mehr erneuerbare Energien.“

Fluorierte Treibhausgase verursachen nur etwa 1,7 Prozent der Treibhausgasemissionen, haben aber zum Teil ein sehr hohes Treibhauspotenzial. Hier verläuft die Entwicklung weniger einheitlich: In Abhängigkeit von der Einführung neuer Technologien sowie der Verwendung dieser Stoffe als Substitute sanken die Emissionen von Schwefelhexafluorid (SF6) und Fluorkohlenwasserstoffen (FKW) seit 1995 um 40 oder  87,5 Prozent. Die Emissionen der halogenierten FKW (H-FKW) sind seitdem um 31 Prozent anstiegen.

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