Klimaschutz

Vorgaben für Autos greifen zu spät


Die EU-Kommission fordert deutlich spritsparende Neuwagen ab 2030. Biotreibstoffe fehlen dagegen in den Klimavorgaben für den Straßenverkehr. Das kritisiert der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

Die EU-Kommission legt ihren Plan für klimafreundlichere Fahrzeuge vor. Danach muss der Ausstoß von Kohlendioxid im Jahr 2030 für Neuwagen unter dem Niveau von 2021 liegen. Die EU-Kommission überlässt es der Autoindustrie, ob sie die Vorgaben mit Elektrofahrzeugen erreicht oder mit sparsamen Verbrennungsmotoren. Für den Kraftstoff macht die EU-Kommission keine Vorgaben. Damit greife das Paket für klimafreundliche Fahrzeuge zu kurz, erklärt der VDB. Der Verband möchte, dass der Einsatz von Biodiesel und Bioethanol an Stelle von mineralischem Kraftstoff verlangt wird. Nachhaltig produzierte Biokraftstoffe verminderten den Ausstoß von Kohlendioxid um 70 Prozent und fehlten deshalb im Klimakonzept der EU-Kommission. Vor allem der Schwerlastverkehr könne kaum auf den elektrischen Antrieb umgestellt werden und müsse deshalb durch Biotreibstoffe klimafreundlich werden.

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