Knospenabwurf

Rapsanbauer sollten Nerven behalten


In einigen Regionen Deutschlands wirft der Raps die Knospen und Blüten ab. Der Rapool-Ring empfiehlt, nicht vorschnell zu umbrechen.

 

Als Erklärung für die regional starken Knospen- und Blütenabwürfe nennen die Ackerbaufachleute im Rapool-Ring den schnellen Wetterwechsel Mitte April. Der plötzliche intensive Sonnenschein, verbunden mit Frühsommertemperaturen, nach der vorangegangenen sehr kühlen Periode mit kalten Bodentemperaturen hat dem Raps offenbar zugesetzt. Teilweise wird auch vermutet, dass der stärkere Blattverlust nach den starken Frösten Ende Februar/Anfang März das Stresspotential erhöht haben könnte. Regional diskutieren die Rapsanbauer und Berater auch, ob ein hohes Aufkommen von Rapsglanzkäfern oder Cylindrosporium das Schadbild verstärken könnten. Eine Sortenabhängigkeit ist hingegen bislang nicht festgestellt worden.

Der Knospenabwurf beunruhigt die Landwirte.
Foto: Rapool
Der Knospenabwurf beunruhigt die Landwirte.
Momentan lässt sich nur sehr schwer abschätzen, ob der Raps noch Chancen hat, einen ausreichenden Ertrag zu bilden. „Man weiß jedoch, dass der Raps viel kompensieren kann“, sagen die Fachleute beim Rapool-Ring. Sie empfehlen, die Bestände in den nächsten Tagen intensiv auf neue Knospen- und gelbe Blütenbildung zu beobachten, aber nicht vorzeitig zu umbrechen. Denn aus Erfahrungen der Vergangenheit ist bekannt, dass der Schotenabwurf auf einen Trieb oder Triebteil begrenzt bleiben kann.

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