Konjunktur

Stabiler Außenhandel

Der deutsche Außenhandel startet mit viel Schwung ins 4. Quartal. Der Großhandel ist über die erste Einigung der Brexit-Verhandlungen erleichert.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Oktober Waren im Wert von 108 Mrd. € Euro exportiert, ein Plus von 6,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit 89 Mrd. € sind die deutschen Importe erneut stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 18,9 Mrd. €. Die Importe kamen vor allem aus den EU-Ländern.


Dies zeige wie wichtig Europa für die deutsche Wirtschaft sei, sagte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Außenhandel (BGA) in Berlin. Erleichtert gibt sich Bingmann über die Einigung, die in der ersten Verhandlungsphase um den Brexit am Freitag morgen erzielt wurde. „Die Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen mit Großbritannien im kommenden Jahr werden aber mit Sicherheit mindestens genauso schwierig. Eine mögliche Lösung könnte ein Abkommen auf Basis von Ceta sein", schlägt der BGA-Präsident vor.

"Was wir nach wie vor vermissen, ist eine klare Positionierung von Großbritannien, wie man sich die zukünftigen Beziehungen vorstellt. Immerhin ist Großbritannien unser drittwichtigster europäischer Handelspartner. Wir in der EU müssen aber darauf achten, dass wir auch weiterhin so geschlossen wie möglich auftreten“, so Bingmann abschließend.

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