Kooperation

EU will afrikanische Familienbetriebe stärken


Die EU und Afrika möchten ihre Zusammenarbeit zur Förderung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums ausbauen. Hogan schlägt Markenschutz für afrikanische Spezialitäten nach EU-Vorbild vor. 

Eine gemeinsame europäisch-afrikanische Arbeitsgruppe der EU-Kommission hat ihren Abschussbericht abgeliefert. Darin werden Wege für die zukünftige Kooperation aufgezeigt. Afrika brauche starke und handlungsfähige Regierungen, betonte der irische Agrarökonom Tom Arnold, der die Arbeitsgruppe leitete. Die EU könne zukünftig zwar verstärkt ihre Erfahrungen und Finanzen für den ländlichen Raum in Afrika zur Verfügung stellen. Aber die Hilfen der EU müssten unbedingt unter der Leitung der Regierungen in den afrikanischen Staaten vergeben werden, erklärte Arnold.

Afrikas ländlicher Raum als Arbeitsplatzmotor

Der Aufruf zur verstärkten Zusammenarbeit richtet sich an staatliche Stellen, an Organisationen und an private Unternehmen. In Afrika müssten Familienbetriebe gestärkt und das institutionelle Umfeld auf dem Land verbessert werden. Im Abschlussbericht wird eine Erzeugung hervorgehoben, die mit den Herausforderungen des Klimawandels zurechtkommt. In Afrika, wo das Bevölkerungswachstum weltweit am höchsten sei, komme dem ländlichen Raum eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen zu, hob Arnold die Bedeutung seines Abschlussberichts hervor.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan nannte die Leader-Initiativen aus der 2. Säule der GAP als Vorbild. Diese beruhten auf dem Engagement von möglichst vielen Beteiligten in Förderprogrammen und könnten auch in Afrika funktionieren. Außerdem sollten afrikanische Lebensmittelspezialitäten nach dem Muster der geografischen Herkunftsbezeichnungen der EU geschützt werden, um höhere Preise auf dem Markt erzielen zu können, empfahl Hogan.

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