Kurzfristanalyse

EU-Kommission erwartet normale Getreideernte


Die Kommission der Europäischen Union geht in ihrer Analyse von einem durchschnittlichen Jahr aus.
Foto: Agravis
Die Kommission der Europäischen Union geht in ihrer Analyse von einem durchschnittlichen Jahr aus.

In der EU werden im Laufe des Sommers 311 Mio. Getreide geerntet. Die Weizenerzeugung soll um 10 Prozent über der des Vorjahres liegen, schätzt die EU-Kommission.

In ihrer kurzfristigen Marktanalyse geht die EU-Kommission bei Gerste von einem Zuwachs von 7 Prozent aus und bei Mais von 0,5 Prozent. Die Ölsaatenernte schätzt die EU-Kommission auf 32,5 Mio. t und geht von einer um 10 Prozent niedrigeren Rapsfläche in der EU aus.

Die Zuckerproduktion soll in dieser Saison bei 18,3 Mio. t liegen und damit um 4 Prozent über der des Jahres 2018/19. Den Durchschnittsertrag schätzt die EU-Kommission auf 74,9 t/ha und damit um 6 t/ha höher als im Vorjahr. Die Fläche soll dagegen in der EU um 4 Prozent zurückgehen, davon allein in Frankreich um 30.000 ha. In Polen soll die Zuckererzeugung dagegen um 2 Prozent ansteigen. Nach leicht ansteigenden Zuckerpreisen auf dem Spotmarkt hofft die EU-Kommission auf eine leichte Erholung der Preise im Laufe des Jahres.

Die Milcherzeugung soll in der EU 2019 und 2020 um jeweils 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Die stabilen Milchpreise, die geringere Produktion der Wettbewerber in Drittländern und eine anhaltend stabile Nachfrage werden vor allem die Erzeuger in Irland, Polen und Dänemark mehr produzieren lassen. Dafür geht die EU-Kommission von einer gleichbleibenden Milcherzeugung in Deutschland und in Frankreich aus. Die Ausfuhren von Schweinefleisch aus der EU sind in den ersten vier Monaten des Jahres 2019 um 14,5 Prozent gestiegen. Die EU-Kommission ist zuversichtlich, dass der positive Trend im Außenhandel anhält und die Exportmenge an Schweinefleisch für das gesamte Jahr 2019 die des Vorjahres um 15 Prozent übersteigen wird.

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