Ländlicher Raum

Mehr Geld für Kleinprojekte


Die GAK-Mittel sollen zunehmend der ländlichen Entwicklung zugute kommen. Es geht um Beregnung, Breitbandversorgung und die Lagerung von flüssigen Wirtschaftsdüngern.

Bei der gemeinsamen Planung zur „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) haben das Bundesagrarministerium (BMEL) und die Bundesländer die Förderung der ländlichen Räume neu justiert. Den Ländern stehen damit zusätzliche Bundesmittel in Höhe von 150 Mio. € zur Verfügung, teilte das BMEL mit.

Regionalbudget eingeführt

Ein Ziel sei, den Ländern bei der Verwendung von GAK-Mitteln mehr Handlungs- und Gestaltungsspielraum zu geben, so Ressortchefin Julia Klöckner. Es werde daher ein Regionalbudget geben für Projekte im Umfang von bis zu 200.000 €. Mit diesem Geld könnten mehrere Kleinprojekte bis zu 20.000 € unterstützt werden, etwa für Maßnahmen zur Dorferneuerung oder Regionalentwicklung, oder zur Stärkung von bürgerschaftlichen Engagement. Das betonte Klöckner, die den Beschluss auf der Planungssitzung als „klares Bekenntnis zum Ländlichen Raum“ wertet.

Insgesamt stehen für die GAK im Jahr 2019 900 Mio. € zur Verfügung, und damit 150 Mio. € mehr als in diesem Jahr. Um bis zu 20 Prozent höhere Zuschüsse soll es für Investitionen bei der Lagerung von flüssigen Wirtschaftsdüngern geben. Die Förderung der überbetrieblichen Beregnung wurde um weitere vier Jahre verlängert, als Reaktion auf die extreme Dürre in diesem Jahr. Bei der Breitbandversorgung wurde die bisherige Förderhöchstgrenze von 500.000 € je Maßnahme aufgehoben. 

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