Landtechnik

John Deere erwartet starkes Umsatzplus


John Deere erwartet steigenden Maschienabsatz.
Foto: Deere & Company
John Deere erwartet steigenden Maschienabsatz.

Der US-amerikanische Landmaschinenhersteller John Deere, Moline, rechnet mit deutlich steigendem Umsatz und Gewinn. Die Steuerreform in den USA belastet das Ergebnis im ersten Quartal. 

Von einem insgesamt sich belebendem Markt für Land- und Baumaschinen werde John Deere stark profitieren, heißt es im Bericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018 (28.Januar). Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg um mehr als 25 Prozent. Allein für das zweite Quartal wird eine Anstieg um 30 bis 40 Prozent im Vergleich um Vorjahresquartal erwartet.

Auch im ersten Quartal 2018 seien die Umsätze der weltweiten Maschinesparten um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dazu beigetragen habe mit einem Anteil von fünf Prozent die Übernahme der Wirtgen Group im Dezember 2017.

Weltweit stiegen die Umsätze und sonstigen Erlöse den Angaben zufolge um 23 Prozent auf 6,913 Mrd. US-Dollar. Auf die Maschinenumsätze entfallen danach 5,974 Mrd. US-Dollar (Vj. 4,698). 

Die Maschinensparten erwirtschafteten im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 419 Mio. US-Dollar (Vj. 255 Mio. US-Dollar). Dennoch weist das Unternehmen für das erste Quartal einen Verlust von 535 Mio. US-Dollar aus. Als Grund dafür nennt John Deere die US-Steuerreformgestzgebung vom 22. Dezember 2017.

Wegen dieser müssten Rückstellungen auf Ertragssteuern angepasst werden, was Auswirkungen auf die Ergebnisse des ersten Quartals 2018 habe. Der vorläufige Ertragssteueraufwand enthalte eine Abschreibung auf aktive latente Steuern in Höhe von gut 715 Mio. US-Dollar. Ursache dafür sei die Senkung des US-Körperschaftssteuersatzes von 35 auf 21 Prozent, die mit Inkrafttreten der Steuerreform wirksam werde. Darüber hinaus beinhalte das Ergebnis verpflichtende Rückführungen von bisher unversteuerten Nicht-US-Gewinnen in Höhe von knapp 262 Mio. US-Dollar. Als Vorteil der Steuerreform ergebe sich jedoch eine Reduzierung der Steuerbelastung in Höhe von 12,1 Mio. US-Dollar. Ohne diese Anpassungen hätte der Nettogewinn im ersten Quartal 430,0 Mio. US-Dollar oder 1,31 US-Dollar je Aktie betragen.

Für das laufende Geschäftsjahr geht Deere & Company von einer Steigerung der Umsätze und Erträge von 25 Prozent aus. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn wird auf 2,1 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Die Erwartungen berücksichtigen nach Ausssage des Unternehmens einen zunächst ungünstigen Einfluss der Steuerreform in geschätzter Höhe von 750 Mio. US-Dollar. Diese Belastung resultiere aus negativen Einmaleffekten der US-Steuerreform bei einem Vorteil eines niedrigeren Steuersatzes auf die laufenden Ergebnisse. 

"Gleichwohl wird der Gewinn für das Quartal und das Jahr von den Vorlaufkosten durch die US-Steuerreform beeinflusst", wird der Verwaltungsratsvorsitzende von Deere & Company, Samuel R. Allen, in der Mitteilung zitiert. Jedoch sei das Unternehmen überzeugt, dass die Veränderungen die Steuerlast reduzieren werde und sich vorteilhaft in der Zukunft auswirken werden, so Allen. 


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