In Berlin ist heute der Startschuss für das Monitoring zur biologischen Vielfalt gefallen. Damit will das Ministerium die Ursachen des Artenrückgangs und die Wirksamkeit der bisher ergriffenen Maßnahmen besser beurteilen können.

Das „Nationale Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften“ ist ergänzend zu bestehenden naturschutzfachlichen Monitoringansätzen konzipiert. Es startet mit Machbarkeitsstudien zu der Entwicklung innovativer Indikatorensysteme und einer Methodenentwicklung für drei Teilbereiche:

  • bundesweites generelles Trendmonitoring
  • vertiefendes Monitoring zu agrarräumlichen und regionalen Fragestellungen
  • ein "Citizen Science-basiertes" Monitoring, bei dem Landwirte, Verbände und interessierte Bürger helfen, Daten zu erheben

Das Monitoring umfasst neben der Vielfalt und Qualität von Agrarlebensräumen verschiedene Organismengruppen, mit einem Schwerpunkt auf Insekten und von diesen erbrachten Ökosystemleistungen. Im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums (BMEL), das das Projekt finanziert, sind an dem Insektenmonitoring über 13 verschiedene Fachinstitute des Thünen-Instituts, des Julius Kühn-Instituts und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beteiligt. Die Gesamtkoordination liegt beim Thünen-Institut für Biodiversität. 

Der Erhalt der biologischen Vielfalt sei gesellschaftlich ein wichtiges Thema, erklärt dazu Bundesministerin Julia Klöckner. "Den Insektenschutz zu stärken, ist auch ein zentrales Anliegen von mir und meinem Ministerium. Denn gerade die Land- und Forstwirtschaft sind auf Bestäubung oder Bodenfruchtbarkeit angewiesen." Dass über das Thema diskutiert werde, sei gut und richtig. Deutlich werde dabei aber, dass die wissenschaftliche Datenbasis ausbaufähig sei. Das bisherige Monitoring funktioniere nur punktuell, es fehle teilweise an belastbaren Informationen.

Die Datengrundlage soll dazu genutzt werden, um neue Instrumente zur Verbesserung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen zu entwickeln. Demnächst wird eine Webseite im Internet tiefergehende Informationen liefern.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats