Lebensmittelpreise

Frankreich will seinen Bauern zu "gerechten Preisen" verhelfen

Paris will Rabattaktionen auf Lebensmittel begrenzen. Sie sollen zu mindestens zehn Prozent über ihrem Einkaufspreis im Regal liegen.

Preisnachlässe in Supermärkten sollen bei Lebensmitteln künftig auf 34 Prozent des Warenwerts begrenzt werden - Sonderangebote nach dem Motto "zwei Produkte zum Preis von einem" wären damit tabu. Zudem sollen die Preis-Verhandlungen zwischen Bauern und ihren Abnehmern neu geregelt werden, meldet die Zeitung Schweizer Bauer. 

Frankreichs Landwirtschaft leide seit Jahren unter einem "Preiskrieg", heißt es aus dem Élysée-Palast in dieser Woche nach Vorlage eines Gesetzentwurfs. Landwirtschaftsminister Stéphane Travert will die Produzenten stärken. So sollen Nachverhandlungen bei schwankenden Produktionskosten leichter möglich werden. Verträge mit Händlern sollen von den Herstellungskosten ausgehend geschlossen werden. Und Supermärkte sollen verpflichtet werden, Lebensmittel mindestens zehn Prozent über ihrem Einkaufspreis zu verkaufen. Der Gesetzentwurf wird vermutlich ab Ende März im Parlament beraten.
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