Lebensmittelpreise

Macron macht französischen Bauern Zugeständnisse


Der französische Präsident in der Zwickmühle: Schonungslos fordern die Gelbwesten günstige (Lebensmittel)-Preise. Die Bauern wollen Qualität honoriert haben.
KRIS AUS67
Der französische Präsident in der Zwickmühle: Schonungslos fordern die Gelbwesten günstige (Lebensmittel)-Preise. Die Bauern wollen Qualität honoriert haben.

Offensichtlich hat schon die Androhungen von Protesten französischer Bauern zu einem Einlenken von Präsident Emmanuel Macron geführt. Jedenfalls möchte die Regierung in Paris gegen niedrige Lebensmittelpreise im Einzelhandel vorgehen.

Geplant sei, den Wert, um den der Preis beim Wiederverkauf von Nahrungsmitteln über dem Einstand liegen muss, um 10 Prozent heraufzusetzen heißt es in Pressemeldungen. Die geplanten Maßnahmen sollen bereits ab 1. Januar 2019 in Kraft treten. Allerdings gibt es bereits erste Kritik an dem Vorhaben der französischen Regierung. Es werden steigende Lebenshaltungskosten befürchtet, die wiederum auf den Widerstand der sogenannten „Gelbwesten“ stoßen könnten. Schließlich demonstrieren sie genau dagegen.

Weitere Demo für Glyphosat 

Der französische Landwirtschaftsverband Coordination Rurale (CR) zweifelt den Nutzen für die Bauern an. Weiterhin will der Berufsstand gegen die geplante Einschränkung des Glyphosateinsatzes demonstrieren. Bereits im September hatten sich französische Landwirte mit einer Blockade auf den Pariser Champs-Elysées für den Einsatz von Glyphosat stark gemacht. Sie befürchten, dass bei einem Verbot in ihrem Land französische Landwirte chancenlos gegen ausländische Konkurrenz wären. Zudem würden dann Lebensmittel importiert, bei deren Anbau noch viel mehr Pflanzenschutzmittel eingesetzt worden seien.

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