Lebensmittelqualität

Keine Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropa

Die Qualitätsstandards deutscher Lebensmittelhersteller gelten über alle Grenzen hinweg. Es gebe keine Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropa, betont der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL).

Zwar gebe es bei bestimmten Markenprodukten Unterschiede in der Rezeptur in einzelnen europäischen Ländern, heißt es in einer Mitteilung des BLL. Jedoch hätten diese keine Einflüsse auf die Qualität der Produkte. Bestätigt worden sei diese Tatsache durch umfangreiche Produktuntersuchungen des Joint Research Center (JRC), einer gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Die Ergebnisse würden Vorwürfe eines qualitativen "Ost-West-Gefälles" widerlegen. Auch gebe es in der Lebensmittelwirtschaft keine Einteilung der Märkte in Ost und West, so der BLL.

Rezepturunterschiede bei einzelnen Marken hinsichtlich der Inhaltsstoffe und Nährwerte hätten andere und sehr verschiedene Gründe, wird der Geschäftsführer des BLL-Büros in Brüssel, Peter Loosen, zitiert. Dabei gehe es beispielsweise um geschmackliche Präferenzen und Verbrauchergewohnheiten in den verschiedenen Ländern. Auch müssten abweichende nationale Vorschriften und Empfehlungen, beispielsweise hinsichtlich des Zucker-, Fett- oder Salzgehalts, beachtet werden. Zusätzlich spielen die Verfügbarkeit von Rohstoffen oder die Unterstützung lokaler Lieferketten eine große Rolle beit der Rezepturgestaltung, so Loosen.

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