Märkte am Mittag

Noch kein Erntedruck spürbar

Die Gerstenernte geht unaufgeregt dem letzten Drittel entgegen. Die Weizenkurse an der Euronext in Paris sind am Mittwoch wieder freundlicher gestimmt.

Feld für Feld wird bei der Gerste geräumt ohne das es zu einem merklichen Erntedruck kommt. Selbst der angekündigte Regen bringt keine Aufregung, da viele Landwirte die Gerste mit einer Feuchte von 9 Prozent zu trocken ernten und deshalb auf das Wasser von oben warten. Etwas Bewegung ist auf dem Gerstenmarkt spürbar, da der Handel sich Ware aus der Ernte heraus sichern will. Denn wenn die Gerste einmal weggepackt ist, dürfte es schwer sein, bei vielleicht steigenden Notierungen, die Ware wieder hervorzulocken. Bis nach Ostdeutschland reichen die Anfragen nach Gerste aus den Veredlungsgebieten. Die alte Gerste ist geschäftlich durch, neue Abschlüsse werden ab ostdeutscher Station um die 145 €/t geschlossen. Obwohl kaum Triticale geerntet worden sein dürfte, werden hier die Rufe lauter. Bis zu 150 €/t ab Station sind für die Triticale neue Ernte zu erzielen.

Die Aussichten vor der Weizenernte sind düster. Immer mehr zeigen sich braune Spitzen, so dass in einigen Regionen es sich bewahrheiten dürfte, dass die Hitzewelle Ende Juni den Ertrag weggebrannt hat. Die Kurse treten dennoch auf der Stelle. Zu sehr sind die internationalen Börsen von der weltweit guten Ernte beeinflusst. An der Euronext in Paris gibt es zur Mittagstunde eine freundliche Tendenz. Am Dienstag war es zu Verlusten gekommen. Der Dezember-Kontrakt verbessert sich um 0,50 auf 178,50 €/t, der September-Weizen steht bei 173,75 €/t. Vorbörslich startet die Chicagoer Börse mit roten Vorzeichen. Einen Tag vor Bekanntgabe der neuen Wasde-Zahlen dürfte sich der Handel in begrenztem Umfang abspielen.

Der Raps reift weiter ab, aber die Ertragsaussichten sind bei rund 3 t/ha niedrig. Die Verunkrautung ist hoch. Die Preise im Inland verharren zwischen 355 unf 360 €/t. Das Preisniveau ist den Abgebern zu niedrig. Die Ölmühlen decken sich mit Ware unter anderem aus der Ukraine ein. An der Euronext in Paris kann der Erntemonat am Mittag um 1,50 auf 369,50 €/t zulegen.

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