Märkte am Morgen: Ölsaaten

Brasilien erwartet größere Sojaernte

Sojakomplex: Sojabohnen setzten gestern ihren Aufwärtstrend fort. Der November schloss mit einem Plus von 2 Cent bei 9,86 US-$/bushel. Sojaschrot gab in Chicago um 60 Cent auf 315,50 US-$/short ton nach. Sojaöl verbuchte einen Gewinn von 0,29 Cent auf 35.02 US-Cent/pound. China will Präsident Trump bei seinem Staatsbesuch umschmeicheln, und Sojabohnen kaufen, während Trump im Land ist, um über Handelsfragen zu diskutieren. Vom monatlichen Wasde erwarten die Händler, dass der Sojabohnenertrag in den USA um 0,13 dt auf 33,15 dt/ha gesenkt wird. Das würde die Produktion von 120,58 auf 119,97 Mio. t drücken. Gleiches gilt für die Endbestände die leicht von 11,72 auf 11,57 Mio. t sinken würden.

Gute Aussaatbedingungen in Brasilien

Die brasilianische Branchenorganisation Abiove rechnet für 2017/18 mit einer Sojabohnenernte von 108,8 Mio t. und hebt damit ihre letzte Prognose um 300.000 t leicht an. Das USDA ging im September-Wasde von 107 Mio. t aus. Die Aussaatbedingungen sind in Brasilien inzwischen gut und der Rückstand bei den Feldarbeiten wird aufgeholt. In der kommenden Woche soll das Wetter günstig bleiben.

Für das Handelsjahr 2018/19 (Februar bis Januar) werden von Abiove etwas höhere Bohnen-Exporte als bisher von nun 65 Mio. t prognostiziert. Die Verarbeitung im Inland soll bei 43 Mio. t liegen. Die Endbestände reduzieren sich gegenüber der letzten Schätzung von 7,3 auf 5,6 Mio. t. Von den 32,7 Mio. Sojaschrot, die in Brasilien produziert werden sollen, könnten 16,2 Mio. t in den Export gehen.

Raps: Auch beim Raps waren m Mittwoch die Vorzeichen grün. An der Matif ging es noch einmal um 2,25 € auf 384,50 €/t nach oben. Canola an der ICE in Winnipeg legte um 1,20 Can-$ auf 517,60 Can-$/t zu. Inzwischen ist auch in Alberta die Ernte so gut wie abgeschlossen. Örtliche Beobachter gehen davon aus, dass noch 7 Prozent Canola, 4,5 Prozent Hafer und je 3,5 Prozent Weizen und Gerste auf dem Feld stehen.

Palmöl: Palmöl gab gestern erneut nach. Der November verlor 13 Ringgit auf 2759 MYR/t.

Rohöl: Nach dem heftigen Preisausschlag der vergangene Tage erfolgte gestern eine Korrektur. Gewinnmitnahmen drückten Brent um 58 Cent auf 63,69 US-$/barrel. WTI verlor 15 Cent auf 57,20 US-$/barrel. Wegen der anhaltenden Spannungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien und den Verhaftungen in der Königsfamilie der Sauds bleibt die Verunsicherung erhalten und der feste Trend stabil.

Euro/US-Dollar: Der Eurokurs pendelt weiter um die Marke von 1,16 US-$. Heute Morgen notiert er bei 1,1590 knapp darunter.

 

 

 

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