Maisernte

Ungeklärte Sabotageserie mit Metallteilen


Eine Serie von mutwillig beschädigten Maiserntemaschinen in ganz Deutschland lässt die Polizei rätseln. Wer zerstört steckt dahinter?

In Deutschland kommt es immer wieder zu Sabotage an Maishäckslern. Dabei verstecken Unbekannte Metallteile wie Schrauben oder Stäbe in Maisfeldern, die dann von Häckslern aufgenommen werden, dabei die Maschine schwer beschädigen und Erntehelfer in der Nähe in Gefahr bringen. Laut Medienberichten spricht die Polizei von einer Serie, die bereits 2016 begann. Mittlerweile gibt es acht ähnliche Vorfälle in Nordschwaben, Mittel- und Unterfranken. Bereits vor einigen Jahren gab es weitere Sabotageaktionen in Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Damals lag der Schaden angeblich im Millionenbereich. Da die Metallteile nicht magnetisch sind, werden sie von den Metalldetektoren der Maschinen nicht entdeckt. Die Industrie hat bereits auf die Serie reagiert und baut andere Metalldetektoren in neue Maschinen ein.

Wer hinter den Sabotageakten steckt, ist trotz polizeilicher Ermittlungen bislang unklar. Im Verdacht stehen etwa Kritiker von Maisanbau. Radikale Agrarkritiker sind eine naheliegende Erklärung, die Polizei schließt jedoch nicht aus, dass Konkurrenten hinter der Sabotage stecken könnten.

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