Mehrgefahrenversicherung

Dürreversicherung rückt näher


Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssektretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, drängt auf eine günstigere Möglichkeit, sich gegen Dürreschäden versichern zu können.
Foto: BMEL
Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssektretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, drängt auf eine günstigere Möglichkeit, sich gegen Dürreschäden versichern zu können.

Nach dem Dürrejahr 2018 ist der Ruf nach einer Beteiligung des Bundes an einer Dürreversicherung lauter geworden. Das Bundesagrarministerium (BMEL) ersucht um die Hilfe des Bundesfinanzministeriums (BMF).

In einem Brief bittet der Staatssekretär im BMEL, Dr. Hermann Onko Aeikens, persönlich den zuständigen Staatssekretär im BMF, Dr. Rolf Bösinger,  den ermäßigten Versicherungssteuersatzes von 0,3 Promille (auf die Versicherungssumme) auf das Risiko Dürre auszuweiten. Dies ist bisher nur den Versicherungen gegen Hagel, Sturm und Starkregen vorbehalten.


"Im Zuge des klimatischen Wandels gewinnt das Thema für unsere Landwirtschaft eine zunehmende Bedeutung. Um das bereits bestehende Angebot an Versicherungen gegen Dürre im Rahmen der Selbstvorsorge für die Landwirtschaft attraktiver zu machen, halte ich eine zeitnahe Änderung des Versicherungsteuergesetzes für erforderlich", betont Aeikens in seinem Brief.

Index bildet Berechnungsgrundlage

Anders als andere Schadensversicherungen wie Hagel, Sturm oder Starkregen, bei der sich die Versicherungssumme rein nach dem Schaden richtet, würde die Dürre nach einem Indexbasierten System bewertet werden. Dieses müsse bei der Ausgestaltung des Gesetzes berücksichtigt werden. "Vor diesem Hintergrund bitte ich um Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Ausweitung des ermäßigten Versicherungssteuersatzes auch auf das Schadensrisiko Dürre", so Aeikens.

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