Meldepflicht

Sachsen-Anhalt schaut bei Gülle genauer hin


Seit vergangener Woche gilt in Sachsen-Anhalt die Landesverordnung zur Meldepflicht für Wirtschaftsdünger. Sie fordert eine zügige Dokumentation.

Sachsen Anhalt konkretisiert die Aufzeichnungs- und Meldepflichten für Wirtschaftsdünger. Am vergangenen Freitag ist die „WDüngVerbleibVO LSA“ in Kraft getreten. Sie regelt, was der Abgebende und der Aufnehmende von Wirtschaftsdünger den Behörden vorlegen muss. Neu an der Verordnung ist, dass jetzt spätestens vier Wochen nach der Übernahme von Gülle der Verbleib im Betrieb schlagbezogen zu dokumentieren ist.

Darüber hinaus besteht eine halbjährliche elektronische Meldepflicht über die verbrachten Mengen an Wirtschaftsdünger sowie deren Nährstoffgehalte. Generell müssen Meldungen für das erste Kalenderhalbjahr bis 30. September des Jahres erfolgen. Die Meldefrist für das zweite Kalenderhalbjahr endet am 31. März des Folgejahres.

Das Land begründet die verschärfte Dokumentationspflicht damit, dass in der Vergangenheit insbesondere Wirtschaftsdüngerimporte aus den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen nicht korrekt nachverfolgt werden konnten. Zudem sei der „Druck“ zur Abgabe von Wirtschaftsdüngern aus viehstarken Regionen Deutschlands nach Sachsen-Anhalt mit der novellierten Düngeverordnung stetig angestiegen.

Ziel der Landesverordnung sei es daher die Wirtschaftsdüngerströme besser kontrollieren zu können. 

 

Online Meldesystem
Für die elektronische Meldung steht das „Meldeprogramm Wirtschaftsdünger Sachsen-Anhalt“ unter www.meldeprogramm-sachsen-anhalt.de als Internetanwendung zur Verfügung. Es können auch Lieferscheine, einzelbetriebliche Meldungsübersichten und Betriebsspiegel erstellt und ausgedruckt werden.

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