Mercosur

Verhandlungen vertagt

Am Rande der WTO-Ministerkonferenz verhandelt die EU mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern über ein Freihandelsabkommen. Die angestrebte politische Einigung bleibt aus. Die Verhandlungen sollen nun im Januar fortgeführt werden.

Ein erster Anlauf, die zähen Verhandlungen der EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Peru zum Abschluss zu bringen, scheiterte in Buenos Aires. Es wurden aber Fortschritte gemacht, betonte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. „Das Ende ist absehbar“, beugte Malmstöm möglichen Enttäuschungen vor. Die Südamerikaner erklärten, sie hätten am Rande der WTO-Ministerkonferenz den Abschuss gewollt. Aber die EU habe es aber nicht gewagt, ihr Angebot für die Einfuhr von Rindfleisch, Ethanol und Zucker für einen endgültigen Durchbruch aufzubessern. Wohlmöglich wegen des Widerstandes der Agrarlobby im eigenen Land, vermutet ein Vertreter des Mercosur. Dagegen wirft EU-Agrarkommissar Phil Hogan den Südamerikanern vor, sie blockierten die Marktöffnung für Molkereiprodukte und alkoholische Getränke aus der EU. Die Zeit wird knapp, da in Brasilien Präsidentschaftswahlen anstehen. Im Januar soll ein weiterer Anlauf zum Abschluss der Verhandlungen genommen werden.

 

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