Milchmarkt

Backhaus plädiert für Milchverträge

Alle Milchbauern und Molkereien müssen ihre Lieferbeziehungen neu aushandeln, fordert der Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern. Der Osten habe seine Hausaufgaben bereits gemacht.

Ein Milchpreis von 34,59 ct/kg, veranlasst den Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, den Milcherzeugern und -verarbeitern die EU-OMNIBUS-Verordnung ans Herz zu legen. Durch deren Änderung sei es nun möglich, neue Vertragsmodelle mit festen Liefermengen und -preisen zu etablieren. „Der Osten hat seine Hausaufgaben getan und die Liefermenge gedrückt. Leider bringt das langfristig gar nichts, wenn nicht auch alle anderen Erzeuger mitziehen“, so der Minister. 

Sollten Milcherzeuger und Molkereien die Chance für das Aushandeln neuer Lieferbeziehungen ungenutzt lassen, wolle er sich „für staatliche Vorgaben für Milchlieferverträge mit einem konkreten Mengen-Preis-Verhältnis einsetzen“, erklärte Backhaus. Ein entsprechender Beschlussvorschlag werde bereits in den Landtagsfraktionen der SPD und CDU diskutiert.

Backhaus sieht die Situation am Milchmarkt kritisch. „Die Milcherzeugung in Deutschland und der EU ist mit dem Anstieg der Milchpreise schnell wieder angesprungen. Das wird sich dämpfend auf die Preise auswirken“, sagte der Landwirtschaftsminister. Etliche Molkereien in der EU hätten bereits im Januar deutlich weniger Geld für die produzierte Milch ausgezahlt. In Mecklenburg-Vorpommern waren es nur noch 34,59 ct/kg, im Schnitt in Deutschland: 35,51 ct/kg.

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