Die Kurse an der neuseeländischen Handelsplattform Global Dairy Trade tendieren nach unten. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt.

Der Rückgang der Notierungen an der neuseeländischen Handelsplattform Global Dairy Trade hat sich in dieser Woche weiter fortgesetzt. Konkret gab der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, um 3,6 Prozent nach berichtet der Nachrichtendienst aiz. Dabei tendierten die Kurse für fast alle gehandelten Erzeugnisse - mit Ausnahme von Kasein - nach unten.

Der Index für wasserfreies Milchfett (AMF) sank bei der jüngsten GDT-Auktion gegenüber dem vorherigen Event um 6,9 Prozent auf durchschnittlich 5.321 US-$/t. Noch stärker gaben die Butter-Notierungen nach, sie tendierten um 8,5 Prozent nach unten und lagen im Mittel bei 4.392 US-$/t. Buttermilchpulver wurde diesmal nicht angeboten. Cheddar-Käse wurde mit -4,7 Prozent ebenfalls niedriger bewertet und erreichte im Mittel 3.484 US-$/t.

Vollmilchpulver gibt um 2 Prozent nach

Auch im Pulverbereich zeigte die Preiskurve nach unten: Der Index für Magermilchpulver verringerte sich im Mittel um 1,3 Prozent auf 1.951 US-$/t und jener für das Leitprodukt Vollmilchpulver gab um 2,1 Prozent auf 2.883 US-$/t nach. Nur Kasein verzeichnete diesmal ein Plus (+2,8 Prozent) und wurde im Durchschnitt der Kontrakte um 5.138 US-$/t gehandelt.

Der Index-Rückgang bei der jüngsten Auktion ist nach Ansicht der Analysten vor allem auf das höhere Angebot zurückzuführen. Der Hauptanbieter bei diesem Event, der neuseeländische Marktführer Fonterra, habe im Vorfeld bereits für die kommenden Wochen höhere Mengen an Butter und wasserfreiem Milchfett angekündigt und auch bei Vollmilchpulver sei das Angebot auf einem hohen Niveau geblieben. Die Käufer hätten also wenig Grund gehabt, sich über ihren kurzfristigen Bedarf hinaus mit Ware einzudecken, so die Experten. Bei den kommenden Auktionen werde auch die Frage eine Rolle spielen, wie sehr die Futterknappheit aufgrund der anhaltenden Trockenheit in wichtigen Produktionsländern die Milchanlieferung verringern wird.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 32.041 t verkauft. Damit fiel die Menge zwar geringer aus als bei der vorhergehenden Auktion (34.076 t), aber sie war immer noch überdurchschnittlich hoch. Die Zahl der teilnehmenden Bieter sank von 191 auf 158.

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