Milchmarkt

Klöckner fordert konkrete Vorschläge

Bundesagrarministerin Julia Klöckner bekennt sich zur Marktorientierung am Milchmarkt. Doch von den am Markt Beteiligten fordert sie konkrete Fortschritte in der Gestaltung der Lieferverträge.

"Einen heiklen Punkt gab es", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Anschluss an ein Treffen mit Vertretern der Milchwirtschaft am Dienstag in Berlin. Damit gemeint war der Paragraph 148 der Gemeinsamen Marktordnung (GMO). Er ermöglicht grundsätzlich staatliche Eingriffe in die Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien. Dazu gebe es eine Notiz der Agrarminisisterkonferenz der Bundesländer (AMK), die das Bundeslandwirtschaftsministerium zu einer Entscheidung  auffordere. Klöckner stellte in Aussicht, diese voraussichtlich im Januar 2019 zu treffen.
Sie habe die beteiligten Verbände aufgefordert, ihre Positionen noch einmal in schriftlicher Form konkret zu formulieren.

Klöckner bekräftigte jedoch ihre Überzeugung der Marktorientierung im Milchmarkt. "Milchquoten sind von gestern", sagte sie. Dennoch seien die Beteiligten aufgefordert, weiterhin an einer "Sektorstrategie 2030" zu arbeiten und Ergebnisse bis zum Dezember 2018 vorzulegen. An dem Gespräch beteiligt waren Vertreter der Verbände Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Raiffeisenverband (DRV), des Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), Verband der privaten bayerischen Milchwirtschaft (VPBM) sowie des Milchindustrieverbandes (MIV). Die Positionen der Molkereien wurden verteten durch die Unternehmen Deutsches Milchkontor (DMK), Hochwald Foods sowie Arla Foods und Friesland Campina. Mit Vertretern des Lebensmittelhandels werde sie das Thema Milchwirtschaft im Rahmen eines Verbrauchergipfels in der kommenden Woche diskutieren, sagte Klöckner.

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