Molkereien

Bayerische Milchindustrie eG ist stabil aufgestellt.


Die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) verfolgt ihren Strategiekurs weiter. Anhaltender Preisdruck belastete die Geschäfte im vergangenen Jahr.

„Gemeinsam und mit viel Initiative hat die BMI im zurückliegenden Geschäftsjahr zukunftsweisende Projekte umgesetzt und damit die Stärke des Genossenschaftsgedanken einmal mehr unter Beweis gestellt“, betonte Vorstandsvorsitzender Peter Hartmann vor der Presse. „Der Rückhalt und das Vertrauen unserer Mitglieder sind für uns ein wichtiges Gut, denn die Herausforderungen werden künftig nicht kleiner.“

Mit Investitionen in Höhe von knapp 43 Mio. Euro wurde der Neubau der Käserei in Jessen (Sachsen-Anhalt) vorangetrieben und die bayerischen Standorte fit gemacht. Der anhaltende Preisdruck am Milchmarkt habe sich jedoch belastend auf das Geschäftsjahr ausgewirkt: Trotz Absatzwachstum und höheren Erlösen bei Frischeprodukten konnten Verwertungslücken bei konventionellen Molkenpulverderivaten und Standardkäse nicht ausgeglichen werden, so Hartmann. Der Umsatz blieb mit 598 Mio. Euro (-2,4 Prozent) hinter dem Vorjahr (613 Mio. Euro) zurück. Auch die Exportquote lag mit 44,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau (46,8 Prozent).

Die attraktiven Milcherzeugerpreise von 2017 konnten im ersten Quartal 2018 nicht gehalten werden. Die BMI zahlte für Standardmilch (4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß) im Schnitt über alle Milchsorten 35,49 Euro je 100 Kilo und bewegte sich damit im deutschen Durchschnitt. Für Milch in Bioqualität wurden im Mittel 49,59 Euro je 100 Kilo Milch netto bezahlt. Vom Jahresüberschuss in Höhe von 0,2 Mio. Euro sowie von der Zeichnung weiterer freiwilliger Geschäftsanteile durch die Gesellschafter erhöhte sich die wirtschaftliche Eigenkapitalquote auf 38,7 Prozent oder 79,5 Mio. Euro. Insgesamt erfasste die Genossenschaft von eigenen Liefergruppierungen 795,2 Mio. Kilogramm Rohmilch (2017: 702,6 Mio. Kilogramm) und 2,1 Mrd. Kilogramm Molkenrohstoffe. Damit nahm die Eigenmilchversorgung durch BMI-Mitglieder um 13,3 Prozent zu. Dies wurde auch durch Akquise von neuen Lieferanten erreicht. Im Gegenzug wurde der externe Zukauf von Roh- und Sekundärmilch um 59,7 Prozent zurückgefahren. Die Anlieferung von Bio-Rohmilch stieg um 41,8 Prozent auf 55,2 Mio. Kilo. Die Produktion nahm über alle Sparten hinweg zu. Positiv entwickelte sich mit Plus 7,2 Prozent vor allem die Käseherstellung sowie mit Plus 3,3 Prozent der Frischebereich.

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