Molkereien

Insolvente Kohrener Landmolkerei produziert weiter

Foto: Kohrener Landmolkerei

Die in der sächsischen Gemeinde Penig ansässige Kohrener Landmolkerei hat vor wenigen Tagen beim Amtsgericht Chemnitz einen Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb soll aufrecht erhalten werden.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Jacobs von der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner führe bereits erste Gespräche mit möglichen Investoren, heißt es in einer heutigen Mitteilung. Die Produktion sei sichergestellt und die im vorläufigen Insolvenzverfahren bestellten Rohstoffe würden verlässlich vom Unternehmen bezahlt werden. Die Löhne der rund 90 Mitarbeiter würden durch eine Vorfinanzierung gesichert, im Anschluss daran werde ein Antrag auf Insolvenzgeld bei der Agentur für Arbeit gestellt.

Das in der Region bekannte Unternehmen stellt den Angaben zufolge verschiedene Molkereiprodukte für die eigene Produktlinie sowie einige Handelsmarken des Lebensmitteleinzelhandels her. Die Kunden befänden sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern sowie in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Nach einem Bericht der örtlichen Presse war die Molkerei für etwa 18 Mio. € neu gebaut worden und hatte im Jahr 2014 ihren Betrieb mit zunächst 30 Mitarbeitern aufgenommen. Die Idee des Baus der Molkerei basierte auf dem Zusammenschluss führender landwirtschaftlicher Betriebe aus Sachsen und Sachsen-Anhalt mit eigenem Ackerbau und Milchviehhaltung.

Als Grund für die Insolvenz werden vorläufig gescheiterte Verhandlungen mit Interessenten genannt. Wo genau die strukturellen Probleme des Unternehmens liegen müsse jetzt geklärt werden, so der Insolvenzverwalter Jacobs.


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