Monsanto-Übernahme

Bayer mit BASF handelseinig


Die Aktivitäten im Digital Farming, die Bayer auf seinem Xarvio-Stand auf der Agritechnica 2017 groß beworben hat, gehen jetzt an die BASF.
Foto: db
Die Aktivitäten im Digital Farming, die Bayer auf seinem Xarvio-Stand auf der Agritechnica 2017 groß beworben hat, gehen jetzt an die BASF.

Jetzt haben Bayer und BASF unterschrieben. Es geht um weitere Verkäufe als Zugeständnis an die Kartellbehörden, damit Bayer Monsanto kaufen darf.

Bayer und BASF haben eine Vereinbarung zum Erwerb weiterer Geschäfte und Vermögenswerte unterzeichnet, die Bayer im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Monsanto zum Verkauf angeboten hat. Wie beide Unternehmen am Donnerstagabend mitgeteilt haben, geht es um ein Paket im Wert von bis zu 1,7 Mrd. €. Bayer hat nach eigenen Angaben mit diesen Aktivitäten 2017 einen Umsatz von insgesamt 745 Mio. € erzielt. Bei der jetzt getroffenen Vereinbarung handelt es sich Verkäufe, die bereits im März 2018 angekündigt worden sind.

Jetzt konkretisieren beide Unternehmen den Deal. BASF übernimmt das weltweite Gemüsesaatgutgeschäft, einige Saatgutbeizen wie etwa Poncho, die Forschungsplattform für Weizen-Hybride und drei Forschungsvorhaben für Totalherbizide von Bayer. Außerdem ist als Zugeständnis an die US-Wettbewerbsbehörden vereinbart worden, dass BASF auch das komplette Digital-Farming-Geschäft erhält, das Bayer unter der Marke Xarvio anbietet. Im Gegenzug räumt BASF Bayer eine Rücklizenz für bestimmte Digital-Farming-Anwendungen ein.

Bereits im Oktober 2017 hatten Bayer und BASF einen Vertrag zum Verkauf von bestimmten Crop-Science-Geschäften zu einem Basiskaufpreis von 5,9 Mrd. € unterzeichnet. Die Geschäfte dieses ersten Pakets - darunter das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft von Bayer und die dazugehörige Liberty-Link-Technologie zur Herbizidtoleranz sowie im Wesentlichen das gesamte Geschäft mit Saatgut für Feldkulturen - erzielten 2017 einen Umsatz von insgesamt 1,5 Mrd. US-$.

Alle Geschäfte, die Bayer an BASF im Zusammenhang mit den Kartellauflagen überträgt, haben 2017 einen Umsatz von gut 2,2 Mrd. € erzielt. Als Bayer im September 2016 mit Monsanto handelseinig geworden war, hatte Bayer mit maximalen Verkäufen von etwa 1,5 Mrd. € Jahresumsatz als Zugeständnis an die Kartellbehörden kalkuliert. Insgesamt sind von den Transaktionen 4.300 Mitarbeiter betroffen, die zunächst von Bayer zur BASF wechseln sollen.

Den Abschluss der Übernahme erwartet Bayer weiterhin im 2. Quartal 2018. Die EU-Kommission muss allerdings noch prüfen, ob die BASF ihrerseits nach den geplanten Zukäufen keine zu starke Marktstellung gewinnt. Bis zum Abschluss der Veräußerung wird Bayer als Eigentümer die Geschäfte weiterführen.

Themen:
Bayer BASF Monsanto

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats