Der Schweizer Lebensmittelkonzern erfüllt die Anforderungen für die Mitgliedschaft am Roundtable on Sustainable Palm Oil nicht. Der RSPO hat Nestlé nun rausgeworfen. Der Schuss könnte aber nach hinten losgehen.

Nestlé ist vom Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl ausgeschlossen worden. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern ist dem Gremium zufolge in den vergangenen zwei Jahren seinen Informationspflichten nicht nachgekommen.

Der auf Initiative des WWF gegründete Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) besteht aus Palmöl-Produzenten, Händlern, der Lebensmittelindustrie, Banken, NGOs und Aktivisten. Er vergibt Nachhaltigkeits-Zertifikate für die Palmölindustrie. Grund des Auschlusses ist dem RSPO zufolge der fehlende Jahresbericht für 2016. Im 2017er Bericht sollen die Pläne fehlen, wie Nestlé seine Nachhaltigkeitsziele bei der Palm-Öl-Verwendung zu erreichen versuche.

Nestlé gab als Grund für die Nicht-Erfüllung unterschiedliche Vorstellungen darüber an, wie die vom RSPO vorgegebenen Ziele zu erreichen seien. Laut Süddeutsche.de hat Nestlé den Ausschluss provoziert. Die Regeln sollen dem Konzern zu schwach geworden sein. Die Tageszeitung zitiert einen Sprecher: "Wir waren der Meinung, dass der aktuelle RSPO-Standard im Widerspruch zu höheren Standards steht, die wir von unseren Lieferanten und der Lieferkette verlangen." Laut RSPO wurde das Siegel in den vergangenen sechs Jahren acht Firmen aberkannt.

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