Nachhaltigkeit

Studie kritisiert deutsche Landwirtschaft


Abhängigkeit von Futterimporten und Pflanzenschutzmitteln - laut eines Berichts hat die deutsche Landwirtschaft große Defizite in puncto Nachhaltigkeit.

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag hat in einer Studie im Auftrag des Parlaments offenbar große Nachhaltigkeitsdefizite der deutschen Landwirtschaft ausfindig gemacht. Das 328 Seiten starke Papier, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, fasst demnach zusammen, dass sich die ökologische Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verschlechtert habe.

Insgesamt steige die Abhängigkeit von Futterimporten und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, gleichzeitig nehme die Artenvielfalt ab. Immer häufiger würden Nutztiere eingesetzt, die einseitig auf hohe Leistung getrimmt seien, intensive Nutztierhaltung ohne Auslauf nehme zu.

Zusätzlich sei das Höfesterben der vergangenen Jahre ein Zeichen dafür, "dass die Branche insgesamt durch einen Mangel an ökonomischer Nachhaltigkeit gekennzeichnet ist", heißt es Medienberichten zufolge in dem Papier weiter. 

Darüber hinaus liege Deutschland der Studie zufolge beim Ökolandbau im europäischen Vergleich zurück. Während in Österreich 21 Prozent der Fläche ökologisch betrieben würden, seien es in Deutschland nur knapp sieben. 

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